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Studie Preisanstieg bei Immobilien geht weltweit zurück

Der Boom bei den Immobilienpreisen schwächt sich ab, zeigt eine neue Studie. Experten führen das unter anderem auf geopolitische Krisen zurück.
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Im weltweiten Querschnitt liegt Deutschland im Mittelfeld. Quelle: dpa
Einfamilienhäuser in Köln

Im weltweiten Querschnitt liegt Deutschland im Mittelfeld.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die schlechte Nachricht ist: Immobilien werden im weltweiten Querschnitt nach wie vor immer teurer. Der positive Aspekt wiederum: Der weltweite Boom der Preise schwächt sich langsam ab. Im Durchschnitt stiegen die Preise im zweiten Quartal des Jahres 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,4 Prozent. Das geht aus einer Studie der Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank in London hervor.

So gering war die Wachstumsrate zuletzt vor fast sieben Jahren. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren war die Preissteigerung noch fast doppelt so hoch. Im ersten Quartal lag sie bei 4,2 Prozent. Die Autoren der Studie führen die sinkende Tendenz auf geopolitische Krisen wie das anhaltende Brexit-Chaos sowie schwächere Konjunkturprognosen zurück.

Die stärksten Preissteigerungen waren in China zu beobachten, wo die Immobilienpreise um 10,9 Prozent zulegten. Allerdings hatte kein Spitzenreiter seit 2009 eine derart geringe Wachstumsrate vorzuweisen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Malta (10,8 Prozent) und Tschechien (9,4 Prozent). Deutschland rangiert mit einer Wachstumsrate von fünf Prozent auf Platz 24. Die USA liegen auf Rang 33 (3,1 Prozent).

Eine Analyse der einzelnen Weltregionen zeigt, dass der stärkste Preisanstieg in Lateinamerika liegt. Mexiko, Chile und Kolumbien verzeichneten ein jährliches Preiswachstum von über sieben Prozent. Wachsende Volkswirtschaften, steigende Löhne und ein besserer Zugang zu Krediten stärken dort die Nachfrage.

Insgesamt sind 56 Staaten untersucht worden. Der Index wird von den Experten vierteljährlich unter Verwendung von offiziellen Regierungsstatistiken sowie Zentralbankdaten erstellt.

Negative Preisentwicklungen waren demnach ebenfalls zu beobachten: moderat in Marokko, Italien und Finnland und sehr deutlich in Australien (minus 7,4 Prozent). Da die dortige Zentralbank zuletzt allerdings die Zinsen gesenkt hat, gehen die Autoren in Zukunft aufgrund erhöhter Kreditvergabe künftig wieder von einer steigenden Tendenz aus.

Mehr: In Zukunft soll ein Immobilienkredit allein vom Computer aus beantragt werden können. Ganz los werden die Immobilienkäufer den Papierwust aber nicht.

  • HB
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