Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Studie Wohnungsknappheit treibt die Preise

Trotz der steigenden Zahl von Neubauten gehen die Bausparkassen laut einer LBS-Studie von steigenden Preisen für Wohnimmobilien aus. Die regionalen Unterschiede sind jedoch gravierend.
Kommentieren
Für den Bau eines Einfamilienhauses bezahlt man in Wiesbaden fünf mal mehr als in Leipzig. Quelle: dpa

Für den Bau eines Einfamilienhauses bezahlt man in Wiesbaden fünf mal mehr als in Leipzig.

(Foto: dpa)

Berlin Angesichts der niedrigen Zinsen und der guten Lage am Arbeitsmarkt ist einer Studie der Landesbausparkassen zufolge mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien zu rechnen. Das Angebot von Häusern und Wohnungen aus zweiter Hand werde an vielen Orten immer knapper, teilte die LBS gestern zu ihrer jährlichen Umfrage unter ihren Immobiliengesellschaften und Sparkassen mit.

Engpässe nähmen zu, die Preise dürften demnach bis Jahresende um drei Prozent anziehen. Zwar würden wieder mehr neue Wohnungen und Häuser gebaut, doch das bringe keine schnelle Entlastung. Allerdings könne man nicht von Fantasiepreisen oder Preisblasen sprechen, sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Es sei erstmals seit Beginn der Umfrage vor zehn Jahren damit zu rechnen, dass in allen Teilmärkten die Nachfrage steige, erklärten die LBS-Experten weiter. Treiber seien die zunehmende Beschäftigung, höhere Einkommen und bessere Gehaltsperspektiven. Allerdings bleibe es bei den großen regionalen Unterschieden. So seien Häuser, Wohnungen oder Baugrundstücke in Metropolen wie München oder Frankfurt deutlich teurer als im Norden oder Osten Deutschlands.

Für ein vergleichbares Einfamilienhaus müssen Käufer demnach derzeit etwa in Wiesbaden im Schnitt 750.000 Euro zahlen, in München seien es 710.000 Euro, in Stuttgart 510.000 Euro. Hier sei bereits ein spürbarer Preisanstieg verglichen zum Vorjahr zu verzeichnen, erklärte die LBS. Dagegen zahlen Familien in Leipzig einen Durchschnittspreis von 150.000 Euro, in mittelgroßen Städten wie Bitterfeld-Wolfen 65.000 Euro oder Eisleben 50.000 Euro.

Bauland bleibt der Studie zufolge weiter knapp: Trotz der wieder einsetzenden Neubautätigkeit rechnen die LBS-Experten nicht mit einem steigenden Angebot. Besonders in Süddeutschland müssten Häuslebauer tief in die Taschen greifen, günstiger sei es im Osten. Die Bauwirtschaft rechnet mit einer Konjunkturbelebung in diesem Jahr. Besonders im Wohnungsbau läuft es gut: Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) sagt für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von 4,4 Prozent voraus.

Finance Briefing
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Studie - Wohnungsknappheit treibt die Preise

0 Kommentare zu "Studie: Wohnungsknappheit treibt die Preise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote