Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tool der Woche – Mietpreisspiegel Gibt es bald keine Mieterhöhungen mehr?

Was Mieter nie zu träumen gewagt hätten, könnte bald Realität werden: keine Mieterhöhungen. Die geplante Mietspiegelreform von Justizminister Heiko Maas ist allerdings im Moment noch umstritten.
11 Kommentare
In der bayerischen Landeshauptstadt sind die Mieten besonders hoch. Quelle: dpa
Wohnungen in München

In der bayerischen Landeshauptstadt sind die Mieten besonders hoch.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMieter, höret die Signale. Mit den krassen Mietsteigerungen der vergangenen Jahre könnte demnächst Schluss sein. Nämlich dann, wenn es Justizminister Heiko Maas gelingt, seine Mietspiegelreform durchzusetzen. Sie sieht vor, dass der Betrachtungszeitraum zur Ermittlung der Mietspiegel-Mieten von vier auf zehn Jahre verlängert wird. In die Berechnung dieser Mieten fließen Mieterhöhungen in laufenden Verträgen und Neuvertragsmieten ein.

Warum die Deutschen Immobilien kaufen
Immobilie zu verkaufen
1 von 9

Krisensicherheit

Die Umfrage „Immobilienbarometer“ hat Deutsche nach ihren Kaufmotiven bei Immobilien befragt. Auf dem fünften Platz landete dabei der Schutz vor Krisen. 25 Prozent der Befragten kauften demnach Immobilien, weil sie davon ausgingen, dass Immobilien krisensicher seien – 2010 waren es nur 22 Prozent.

Zur Umfrage „Immobilienbarometer“: Im März 2014 wurden über 1.400 Immobilieninteressenten befragt. Die Umfrage wird seit 2010 jährlich als Vergleichsstudie wiederholt. Auftraggeber ist der Baugeld-Vermittler Interhyp.

Cum-Ex-Geschäfte
2 von 9

Misstrauen

Immobilien profitieren weiterhin von den Folgen der Finanzkrise. Das Vertrauen in viele Anlageklassen ist nach Schuldenschnitt und Bankenpleite erschüttert. Knapp jeder dritte Anleger (29 Prozent) kauft deshalb Immobilien auch aus Misstrauen gegenüber anderen Anlageformen. 2013 taten dies lediglich 6 Prozent der Kapitalanleger.

Mehrheit fuer Neuregelung der Maklergebuehren in Sicht
3 von 9

Unabhängigkeit

Ein weiterer wichtiger Grund, warum man sich die eigenen vier Wände zulegt, ist die Unabhängigkeit vom Vermieter. 29 Prozent aller Befragten kaufen eine Immobilie, um nicht am Tropf des Vermieters zu hängen – 2010 waren es 28 Prozent.

Wohnungsnot in Deutschland: Tipps zum Mieterglück
4 von 9

Mietfreiheit

37 Prozent der Deutschen wollen Mietzahlungen vermeiden und kaufen sich deshalb eine Immobilie. 2010 waren es noch fünf Prozentpunkte mehr.

EZB Zinspause
5 von 9

Niedrige Zinsen

Die EZB hält die Zinsen auf rekordniedrigem Niveau und viele Häuslebauer nutzen die Chance, um sich den Traum der eigenen vier Wände zu erfüllen. 46 Prozent gaben an, dass die niedrigen Zinsen der Grund für einen Hauskauf seien – 2010 waren es 39 Prozent. Doch die niedrigen Zinsen haben auch schon viele Immobilienverkäufer realisiert, weshalb die Preise für Immobilien in den letzten Jahren auch deutlich gestiegen sind.

Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp, sieht trotzdem noch Chancen für Hauskäufer: „Die gute Nachricht lautet: Die heute erzielbaren Zinsvorteile können oftmals die Preisanstiege ausgleichen, so dass die monatliche Kreditbelastung in 2014 nicht höher ausfällt als in 2010.“

Neue Staatsförderung für den Hausbau: Der «Wohn-Riester» kommt
6 von 9

Die niedrigen Zinsen sind als Kaufgrund von Platz 3 auf Platz 2 geklettert. Kein Wunder, denn 2010 lagen die Baugeldzinsen oftmals bei über vier Prozent, heute lässt sich laut „Immobilienbarometer“ für rund 2,5 Prozent ein Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung aufnehmen.

NEUBAUGEBIET BERLIN KAROW NORD
7 von 9

Wertsteigerung

Mehr als die Hälfte aller Immobilienkäufer erhoffen sich eine Wertsteigerung ihrer Immobilie. 51 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Wertsteigerung der eigenen vier Wände die Inflation schlagen wird. 2010 waren es fünf Prozentpunkte weniger (46 Prozent).

„Die Verlängerung würde helfen, die Dynamik aus den Vergleichsmieten herauszunehmen“ sagt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes. Der Hintergrund: Der Vermieter darf die Miete frühestens ein Jahr nach Einzug beziehungsweise der letzten Mieterhöhung und dann nur bis zur ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen. Mehr als eine Million Mieterhöhungen verschicken Deutschlands Vermieter laut Mieterbund jährlich. In Berlin stiegen die alle zwei Jahre ermittelten Mietspiegel-Mieten von 2013 auf 2015 um 5,4 Prozent, in Hamburg um 6,1 Prozent. Neuvertragsmieten klettern wesentlich schneller. 

Der Mieterbund käme mit einer Verlängerung des Betrachtungszeitraums seinem Ziel näher, Mietobergrenzen einzuführen. Denn die Folge eines längeren Betrachtungszeitraums liegt auf der Hand: Die ortsübliche Vergleichsmiete würde sinken, weil die Mietsteigerungen in den weiter zurückliegenden Jahren geringer waren. Entsprechend schwarz sehen die Vermieter für ihr Geschäft. „Wenn das durchkommt, wird es mehrere Jahre keine Mieterhöhungen geben“, fürchtet Rolf Buch, Chef des mit 370.000 Wohnungen größten deutschen Wohnungsvermieters Vonovia. Er habe kein Verständnis für  diese Regelung, die den Markt teils außer Kraft setze, sagte er auf einer Investorenkonferenz.

Doch die Millionen deutsche Mieterhaushalte sollten sich nicht zu früh freuen. Obwohl sich das Bündnis aus CDU und SPD im Koalitionsvertrag auf Maßnahmen zur Mietbegrenzung verständigt hat, hat die CDU bereits Widerstand gegen die Pläne von Maas signalisiert. Mietervertreter Ropertz rechnet im Frühjahr mit einem Referentenentwurf von Maas zur Mietspiegelreform, in den auch die Neuregelung der Modernisierungsumlage eingebunden werden soll.

Im Falle der Modernisierungsumlage steht zur Debatte, dass Vermieter nach einer Modernisierung künftig nur noch acht Prozent statt wie zurzeit elf Prozent der  Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen dürfen. Der Mieterbund ist mit dieser geplanten Neuregulierung nicht zufrieden. Er fordert die Abschaffung der Modernisierungsumlage und die Ausrichtung der Mieten modernisierter Wohnungen am Mietspiegel. In einer Übergangszeit könnten Mieterhöhungen auf sechs Prozent der Modernisierungskosten begrenzt werden.

Mietspiegelreform steht im Mittelpunkt
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Tool der Woche – Mietpreisspiegel - Gibt es bald keine Mieterhöhungen mehr?

11 Kommentare zu "Tool der Woche – Mietpreisspiegel: Gibt es bald keine Mieterhöhungen mehr?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und dann wundert sich die Regierung, wenn keiner mehr in Wohnungen investiert, ohne eine kräftige Subvention vom Staat zu erhalten?
    Aber bei den Wählern kommt der Unsinn sicher gut an.

  • - Auch Gehälter und Löhne sollten direkt und vollständig vom Staat eingezogen werden, ....-

    Nein, nicht eingezogen:

    Die Bruttolöhne werden in Zukunft von den Firmen an das Finanzamt gemeldet.
    Dieses übernimmt dann die gesamte Nettolohn-Berechnung, inkl. der Auszahlung.

    Der Staat kann dann auch agieren und muss nicht reagieren, mit Solis etc., er zahlt dann einfach weniger aus und die Firmen sparen sich die Kosten für die gesamte Lohn- und Gehaltsbuchhaltung.

    Kostet allerdings Arbeitsplätze - doch nicht so gut . ...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs und Esel auf. Das Feindbild der Linkspopulisten ist klar. Die Vermieter sind die Boesen, waehrend Mieter die Guten und Schuetzenswerten sind. Ich bin beides! Ich wohnes selbst zur Miete, finanziere aber gleichzeitig aus steuerlichen Gruenden zwei Mietwohnungen, was uebrigens mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die beiden Objekte (Neubau) sind im Abstand von 6 Jahren gebaut worden (mit dazwischen liegender Finanzkrise). Und schoen kann man daran erkennen, dass die wahren Schuldigen fuer den exorbitanten Anstieg der Wohnkosten unsere Politiker sind. Insbes. eben auch SPD-Politiker. Sie haben dafuer gestimmt, dass unsere Arbeitseinkommen und Spareinlagen massiv entwertet werden, wodurch es zu einer Preisexplosion bei Vermoegenswerten gekommen ist. Gluecklicherweise bin ich schon etwas aelter und habe Vermoegenswerte aufbauen koennen. O. k., die Beton-Kommunistin A. Nahles moechte meine Existenz als Freiberufler im IT-Bereich jetzt zerstoeren. Da ich aber 90% meiner Steuern im Ausland erwirtschafte und auch Suedostasien sehr mag, werde ich es wohl wie Herr Otto (s. u.) halten.
    Zurueck zu den Wohnkosten: Die Laender (insbes. SPD-regierte) tun wirklich alles, um das Wohnen weiter ueber voellig irrsinnige Vorschriften und eine Anhebung der Grunderwerbssteuer zu verteuern. Das beste Beispiel ist das von den unsozialen Gruenen und Roten regierte NRW. Und die Kommunen kriegen den Hals auch nicht voll. In NRW liegen die Grundsteuern im Schnitt um 25% ueber dem Bundesdurchschnitt. Wer da noch so unsoziale Parteien wie die SPD oder gar die Gruenen waehlt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Die Aktion von Herrn Maas ist nur ein weitere Versuch, den schwarzen Peter von sich selbst weg zu schieben.

  • Herr Otto, für den Baron verkörpern Sie eine Art der Verarmung, die aus sozialen Gründen nicht hinnehmbar ist. Neben Ihrer Perserin, sollten Sie sich eine Muse leisten können, als Trader.

  • Warum werde ich nur den Verdacht nicht los, dass der aktuelle Saat alles macht, damit er sich unbeliebt macht. Istr sdas iwi eine indirekte Aufforderung, dass sich jeder, dessen Einkommen nicht an den Standort Deutschland gebunden ist, von hier wegziegt?

    Also ich lass mixch dazu wohl gerne überreden.
    Als Trader bin ich auf der ganzen Welt sehr willkommen, kann vom PC aus sehr gut arbeiten und muss keine Börsengewinne versteuern. Kreditkarte wird auch überall akzeptiert und Aut fahren kann ich gut im Linksverkehr und wenn ich dann in unserer kleinen Penthauswohnung ion Kuala Lumpur auf die Petronas sehe, dann denke ich an Deutschland und freue mich, dass es in Malaysia sehr nette Muslim gibt, die gute Manieren haben und die dafür arbeiten müssen,w as sie verbrauchen.



  • Der Hauseigentümer soll nach Herrn Maas Meinung offensichtlich sein Geld für soziale Zwecke (Mieter) ausgeben. Preise für Reparaturen und Abgaben steigen stetig. Die Zinsen sind zurzeit sehr niedrig, aber es wird nicht so bleiben. Warum glaubt Herr Maas eigentlich, das die zukünftigen Wohnungsprobleme mit Mietpreisbremsen gelöst werden können? Es wird keiner mehr privates Geld investieren, wenn ständig der Staat vorschreibt, ob und wie viel Rendite ein Investor mit seinem investierten Geld erhalten darf. Dann soll Herr Maas auch Wohnungen durch den Staat bauen lassen. Das Risiko trägt dann der Steuerzahler allgemein. Das geht hier in Richtung DDR oder Sozialismus. Wie die Häuser und die Städte in der DDR ausgesehen haben, ist in den Erinnerungen der Menschen noch vorhanden. Es lohn sich einfach nicht mehr Geld in Firmen oder Miethäuser zu investieren. Die sozialistische Politik in Deutschland macht jede Investition zu einem unkalkulierbaren Risiko. Ich würde nicht noch einmal in eine Firma investieren. 40 Jahre buckeln und dann kommt der Staat und will noch beim Verkauf der Firma 45 Prozent haben. Vorher habe ich nur versteuertes Einkommen in die Firma gesteckt. Leistung lohnt sich nicht mehr. Die Jugend hat das schon gemerkt und will nicht mehr, wie die Eltern, das ganze Leben schuften.

  • Warum so zaghaft ?

    Ich schlage vor, alles Wohneigentum zu verstaatlichen, so wie es in allen kommunistischen Ländern gehandhabt wird. Da sollte Deutschland doch keine Ausnahme sein.

    Auch Gehälter und Löhne sollten direkt und vollständig vom Staat eingezogen werden,
    damit kein Bürger mehr auf dumme Gedanken kommt, selbst etwas davon zu verbrauchen.

  • Es wär' doch gelacht, wenn wir diesen Staat nicht doch noch kaputt kriegen könnten. Mein Vorschlag wäre daher, alle Wohnhäuser und Mietwohnungen verstaatlichen! Was haben wir -das Volk-dieser Regierung eigentlich getan, wenn derartige Vorschläge in Kreisen des Parlaments diskutiert werden? Was sitzen in diesem Parlament, in dieser Regierung für Schlappschwänze, wenn sie zu feige sind diese grün-sozialistiche Meschpoke einfach aus dem Parlament zu jagen. Ich kann gar nicht soviel fressen was ich kotzen müsste.....

  • Nie wieder Mieterhöhung, wenn jeder in seiner eigenen Wohnung wohnt!
    Wohneigentum für alle!
    Staatlich verordnete Kostenbremse für Wohnungsbauten. Nie Wohnungen für mehrere Millionen, wie in New York oder London. Alles staatlich gesteuert. Das hatten wir doch alles schon vor 40 Jahren.
    Wie wäre es mit Mietwohnungen für alle und Wohneigentumsverbot? Wie wäre es mit zeitloser Miethöhe, die niedriger als Kosten der Unterkunft für Hartz IV festgelegt wird. Vorschlag: Miete ein Euro warm je qm. Wer das nicht bezahlen kann, erhält eine Wohnberechtigungsschein für mietfreies Wohnen, vorzugsweise für Beamte.

Alle Kommentare lesen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%