Trendviertel 2018: Düsseldorf – Die Rhein-Metropole schafft Platz für Neubau
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hat sein Ziel von 3.000 Baugenehmigungen pro Jahr erreicht, doch im Schnitt werden nur 1.700 Wohnungen wirklich gebaut.
Foto: Mapics - stock.adobe.comDüsseldorf. Ob Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel als Kind auch davon geträumt hat, später einmal Bagger zu fahren? Vor zwei Wochen jedenfalls hatte er Gelegenheit dazu: Der Wohnungsprojektentwickler Catella hatte zum „Abrisstag“ auf das ehemalige Post-Gelände hinter dem Hauptbahnhof geladen.
Geisel setzte, wenn auch zaghaft, die gewaltigen Zangen eines Abrissbaggers in Gang und riss Wände ein. Zuschauer unterstützten den grinsenden Oberbürgermeister durch beherzte Schläge mit ausgeliehenen Vorschlaghämmern.
Die Abrissaktion war der Start für das eine halbe Milliarde Euro teure Projekt „Grand Central“. Wo die Post früher Pakete und Briefe sortierte, wird Catella ab Anfang nächsten Jahres 1.061 Wohnungen bauen.
Wenn alles gut läuft, werden dort 2020 die ersten Umzugswagen vorfahren. Gebaut wird gemäß dem „Handlungskonzept für den Wohnungsmarkt“. Darin legt die Stadt fest, dass mindestens 20 Prozent der Wohnungen streng preisgebunden als Sozialwohnungen errichtet werden müssen.
Weitere 20 Prozent sind dem sogenannten preisgedämpften Wohnungsmarkt zuzuordnen. Diese Wohnungen sind für Menschen gedacht, deren Haushaltseinkommen die Einkommensgrenze für Sozialwohnungen um bis zu 60 Prozent übersteigt. Die nach dem Baupreisindex jährlich angepasste Miete für solche Wohnungen bewegt sich auf zehn Euro pro Quadratmeter zu.