Trendviertel 2021: Aufbruch im nördlichen Ruhrgebiet: Gelsenkirchen und Herne blicken nach vorn
Die Immobilienpreise steigen, liegen im Vergleich zu anderen Großstädten aber noch auf einem sehr geringen Niveau.
Foto: picture alliance / blickwinkel/S. ZieseGelsenkirchen, Herne. Bagger heben Erdlöcher aus, Bauarbeiter mischen Zement an, Lkw laden Steine ab – eine gewöhnliche Baustelle im Ruhrgebiet, die doch für so viel mehr steht. „Wir sehen hier den Beweis dafür, dass die Menschen wieder an Herne glauben“, erklärt Oberbürgermeister Frank Dudda.
Der Sozialdemokrat, der seit 2015 die Geschicke der Stadt lenkt, skizziert mit der Hand die 22 geplanten freistehenden Einfamilienhäuser in die Luft. „Vor ein paar Tagen haben wir hier einen Rekordverkaufspreis erzielt. Ein Käufer hat für eines der Grundstücke einen vierstelligen Quadratmeterpreis bezahlt. Hier in Herne“, erklärt Dudda sichtlich stolz und blickt noch einmal auf die platt gewalzte Fläche vor ihm, auf der das Wohnquartier „Schaeferstraße/Am Stadtgarten“ entstehen soll.
Nur wenige Kilometer nordöstlich entlang der Ruhrgebietsautobahn 42 ist man schon einige Schritte weiter. Der Rohbau des großen Mehrfamilienhauses im Gelsenkirchener Stadtteil Buer steht, wenige Meter weiter verputzen Arbeiter an einem Einfamilienhaus schon die Außenwand. Im hinteren Teil der Straße im Neubaugebiet „Am Buerschen Waldbogen“ sind die ersten Häuser bereits bezogen. Auf einigen Fensterbänken blühen die Sommerblumen.