Trendviertel 2021: Wohnen in Rostock: Frischer Wind in der alten Hansestadt
Die Hansestadt will moderner werden und sich dabei von skandinavischen Städten inspirieren lassen.
Foto: HandelsblattRostock. Wer das Mondäne der Côte d’Azur oder die coole Atmosphäre von Kopenhagen liebt, wird in Rostock mit Sicherheit nicht fündig – aber einen belebten Yachthafen und Seeluft gibt es in der ostdeutschen Hansestadt auch.
Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Rostocker deswegen an den Hafen, wo sie wenige Meter vom Ufer des in der Ostsee mündenden Flusses Warnow in Cafés und Restaurants sitzen. Statt Stars und Sternchen sieht man in der Hansestadt aber vor allem Rentner und Studenten, besonders in normalen Zeiten, wenn täglich mehrere Kreuzfahrtschiffe im Rostocker Seebad Warnemünde für einen Tagesausflug anlegen und in der Universität Vorlesungen stattfinden.
Eine ungewöhnliche Mischung aus Alt und Jung stellt auch das Rathaus dar, wenige Hundert Meter vom Flussufer entfernt: Das rosafarbene Gebäude geht bis in das 13. Jahrhundert zurück – aber hinter der Fassade herrscht dank Oberbürgermeister Claus Madsen eine Atmosphäre wie in einem Londoner Start-up.
Zwei weiße Sessel stehen am Rande des Empfangsraums des Rathauses „wenn die französische Botschafterin kommt, darf sie sich in einen Sessel setzen“, sagt Madsen, ansonsten gruppiert man sich zum Gespräch mit ihm um eine weiße Theke mit Stehsitzen – damit keiner die Besprechungen unnötig in die Länge zieht.