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Trendviertel 2018 Nürnberg, Fürth und Erlangen profitieren vom Auftritt als Metropolregion

Nürnberg und Fürth haben wirtschaftlich längst zusammengefunden. Die teureren Wohnungen gibt es jedoch in Erlangen. Das liegt an einer nahegelegenen Boomtown.
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Hohe Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Quelle: Imago/Westend61
Altstadt von Fürth

Hohe Nachfrage nach Eigentumswohnungen.

(Foto: Imago/Westend61)

NürnbergWer Nürnberg nach Westen hin durchquert, der wird kaum merken, dass er irgendwann die Stadtgrenze übertreten hat und in einer anderen Stadt angekommen ist. Längst sind Nürnberg und Fürth zusammengewachsen. Nur Außenstehende würden jedoch behaupten, Nürnberg und Fürth seien eine gemeinsame Stadt.

Zu groß ist die gegenseitige Abneigung – und die hat Tradition. Auf der einen Seite die Reichs- und Kaiserstadt Nürnberg, daneben die Arbeiterstadt Fürth. Bis heute herrscht Ausnahmezustand, wenn die Fußballmannschaften der beiden Städte aufeinandertreffen.

In wirtschaftlichen Dingen hat man aber längst zusammengefunden. Seit über einem Jahrzehnt treten beide Städte gemeinsam mit Erlangen und umliegenden Landkreisen als „Metropolregion Nürnberg“ auf. 3,5 Millionen Einwohner verteilen sich auf fast 22.000 Quadratkilometer Fläche. „Die sozioökonomischen Zahlen zeigen eindeutig nach oben, die Region wächst gerade wegen der IT als Schlüsseltechnologie“, weiß Michael Pressel vom Immobilieninvestmentberater Dr. Lübke & Kelber.

Nach München ist die Region damit die klare Nummer zwei in Bayern. Was sich auch auf dem Markt für Wohnimmobilien manifestiert. Auch in Nürnberg, Fürth und Erlangen steigen Preise und Mieten, wenn auch nicht überall gleich schnell. Dabei haben die Analysten von vdp Research eine eindeutige Reihenfolge ausgemacht.

Mit einem Plus von 7,9 Prozent lag Erlangen im vergangenen Jahr bei Eigentumswohnungen an der Spitze, gefolgt von Nürnberg mit 7,7 Prozent und Fürth mit 6,7 Prozent. Auch im Ranking der absoluten Kaufpreise ändert sich nichts an dieser Reihenfolge.

Für den Quadratmeter einer Eigentumswohnung mussten in Erlangen im Schnitt 3500 Euro gezahlt werden, in Nürnberg waren es nur 3000 Euro, in Fürth 2800 Euro. Weit weniger groß ist der Abstand bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Erlangen liegt zwar mit 3300 Euro je Quadratmeter auch hier weiter an der Spitze, Fürth (3200 Euro) und Nürnberg (3100 Euro) haben jedoch die Plätze getauscht.

Das liegt wesentlich an einer Boomtown am westlichen Rand der Metropolregion. Herzogenaurach hat zwar weniger als 25.000 Einwohner, aber gleich drei Weltkonzerne: die Sportartikelriesen Adidas und Puma sowie den Autozulieferer Schaeffler. Internationale Topleute wechseln deshalb in die Region. Wenn sie im beschaulichen Herzogenaurach nicht das Richtige finden, zieht es sie ins wenige Kilometer entfernte Erlangen.

„Wir haben hier deutlich mehr Nachfrage als Angebot“, berichtet Matthias Gebhardt vom Immobilienmakler von Poll. Die Nachfrage dominieren Selbstnutzer und nicht Kapitalanleger. Für diese Gruppe müsse der Markt noch bekannter werden.

Ganz anders sind die Voraussetzungen in Fürth, das sich südlich an Erlangen anschließt. Schwer gebeutelt wurde die Stadt im vergangenen Jahrzehnt, als erst Grundig, dann AEG und anschließend der Versandhändler Quelle zerschlagen wurden. Tausende Menschen verloren ihre Arbeitsplätze.

Den Strukturwandel haben sie in Fürth vollzogen. Eine junge Gründer- und Künstlerszene lebt dort und verändert das Gesicht der einstigen Industriestadt.

Auch auf Investoren übt dies einen besonderen Reiz aus. „Gerade Fürth halten wir derzeit für interessant. Die Stadt hat eine gute Denkmalsubstanz“, lobt Michael Pressel. Um 6,8 Prozent haben in der Altstadt die Preise angezogen. 2800 Euro je Quadratmeter kosteten Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr im Schnitt. Damit ist man nicht mehr weit entfernt vom Niveau in der Nürnberger Altstadt. Dort wurden 2900 Euro aufgerufen.

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