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US-Bürovermieter Fitch senkt Rating für WeWork und hält Kreditausfall für wahrscheinlich

Der hochdefizitäre US-Bürovermieter kommt nach der Trennung von CEO Adam Neumann nicht zur Ruhe. Die Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau sinkt weiter ab.
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Künftig will sich der US-Bürovermieter auf das Kerngeschäft fokussieren. Quelle: Reuters
WeWork-Büro in San Francisco

Künftig will sich der US-Bürovermieter auf das Kerngeschäft fokussieren.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Zwei Tage nach der Absage des Börsengangs muss der US-Bürovermieter WeWork den nächsten Schlag hinnehmen. Die Ratingagentur Fitch stufte in der Nacht zum Mittwoch die Kreditwürdigkeit des Unternehmens auf „CCC+“ herab und versah das Rating mit einem negativen Ausblick. Das bedeutet, dass die Analysten einen Kreditausfall für wahrscheinlich halten. WeWork äußerte sich zu der Abstufung bislang nicht.

„Ohne einen Börsengang und eine damit verbundene vorrangige besicherte Schuldenerhöhung verfügt WeWork nicht über ausreichende Finanzmittel, um seinen Wachstumsplan zu erfüllen“, erklärte Fitch. Die Mittel reichten ohne Restrukturierungskosten aktuell noch für vier bis acht Quartale. Für den geplanten Stellenabbau müsse das Unternehmen aber zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Zudem fürchten die Analysten, dass sich Großkunden von WeWork abwenden könnten.

WeWork hatte sich in der vergangenen Woche von Gründer und CEO Adam Neumann getrennt. Softbank und andere Investoren hatten ihm das Vertrauen entzogen. Anschließend zog der Bürovermieter seinen Antrag auf Börsenzulassung bei der US-Börsenaufsicht SEC zurück. Das Unternehmen wollte mit dem Börsengang eigentlich mindestens drei Milliarden US-Dollar einnehmen.

An der Wall Street hatte es kaum Nachfrage für das hochbewertete, aber auch hochdefizitären Start-up gegeben. Allein im Jahr 2018 verlor WeWork 1,9 Milliarden Dollar. Nach der Veröffentlichung des Börsenprospekts Mitte August gab es von allen Seiten Kritik unter anderem an der Unternehmensführung und wegen mangelnder Gewinnaussichten.

Künftig will sich WeWork „auf das Kerngeschäft fokussieren, dessen Fundamentaldaten nach wie vor stark sind“, erklärten die frisch ernannten Co-CEOs Artie Minson und Sebastian Gunningham am Montag. Für die Zukunft schlossen sie einen Börsengang aber nicht aus. Sie hätten weiterhin grundsätzlich vor, WeWork an die Börse zu bringen, versicherten sie ihren Mitarbeitern.

Mit Agenturmaterial.

Mehr: WeWork muss sich restrukturieren und schnell neue Finanzmittel sichern. Mit dem Börsengang soll es dann im kommenden Jahr klappen, hofft das neue Management.

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