Versteigerung für Superreiche Versace-Villa kommt unter den Hammer

Im Sommer 1997 wurde Stardesigner Gianni Versace vor seiner Villa in Miami ermordet. Heute wird die prunkvolle „Casa Casuarina“ versteigert. Anfangsgebot: 25 Millionen Dollar. E in Fußballstar soll interessiert sein.
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Die "Casa Casuarina" am Ocean Drive in Miami Beach: Drei Stockwerke, 2200 Quadratmeter Wohnfläche, zehn Schlafzimmer, elf Bäder. Quelle: Reuters

Die "Casa Casuarina" am Ocean Drive in Miami Beach: Drei Stockwerke, 2200 Quadratmeter Wohnfläche, zehn Schlafzimmer, elf Bäder.

(Foto: Reuters)

New YorkDas Paradies hat eine Adresse. Und es ist käuflich. Die Villa am 1116 Ocean Drive in Miami wird heute versteigert. Die Villa, die einst der italienische Stardesigner Gianni Versace als sein Paradies auf Erden entwarf, in der er am 15. Juli 1997 auf den Eingangsstufen vom Serienmörder Andrew Cunanan erschossen wurde.

Doch die paradiesische Villa ist nicht nur luxuriös, prunk-, prachtvoll und ausgesprochen groß, sie ist auch sündhaft teuer. Wer das Anwesen heute ersteigern möchte, muss mindestens 25 Millionen Dollar bieten. Dafür bekommt er knapp 2200 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf drei Stockwerke, zehn Schlafzimmer und elf Bäder.

Versace hatte die 1930 im mediterranen Stil gebaute Casa Casuarina 1992 für 2,9 Millionen Dollar gekauft. Ein Jahr später zahlte er weitere 3,7 Millionen Dollar für das angrenzende Art Deco Hotel „The Revere“ und riss es ab, um die Villa um einen Gästetrakt zu erweitern. Insgesamt steckte Versace 33 Millionen Dollar in den Aus- und Umbau.

So prunkvoll lebte Versace
huGO-BildID: 32010003 The South Beach mansion once owned by Italian designer Gianni Versace is headed for the auction block. Fisher Auction Company w
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1997 schockierte der Tod von Gianni Versace die Welt. Der Stardesigner wurde auf der Türschwelle seiner eigenen Villa, der Casa Casuarina in Miami Beach, von einem Serienkiller erschossen.

The pool area at the South Beach mansion formerly owned by fashion designer Gianni Versace in Miami Beach
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Das Haus, in das Versace sein ganzes Herzblut investiert hatte, blieb für drei Jahre verwaist. Erst im Jahr 2000 kaufte der Unternehmer Peter Loftin das riesige Anwesen und restaurierte es, ohne sich allerdings an Versaces Designs zu vergehen. Die Versace-Villa wurde zu einem Hotel – und wird es auch bleiben. Denn heute wurde das Haus für 41,5 Millionen Dollar (rund 31 Millionen Euro) versteigert. Der millionenschwere Mode- und Hotelunternehmer Nakash habe das höchste Gebot abgegeben, sagte ein Sprecher des Auktionshauses Fisher Auction.

Versace Mansion
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Nakash, dem bereits das Hotel neben der Villa gehört, will auch das „Versace Mansion“ als Luxus-Resort nutzen. Im Bild: Der Marokkanische Raum des Anwesens.

The pool area of the South Beach mansion formerly owned by fashion designer Gianni Versace in Miami Beach
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Die Pool-Anlage. Der Käufer will das Haus weiterhin als Hotel betrieben. Der Verkauf war keine langwierige Sache. Seit Freitag war das Haus auf den Markt, es gab 15 ernsthafte Anfragen.

Versace Mansion
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Die vielen Anfragen erstaunen kaum. Neben seiner tragischen Geschichte hat das Haus nämlich noch eine Top-Lage zu bieten. Die Casa Casuarina liegt mit Blick zum Meer direkt am Ocean Drive in Miami Beach.

The view of the South Beach skyline and pool area of the South Beach mansion formerly owned by fashion designer Gianni Versace in Miami Beach
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Der Pool ist 54 Fuß lang und mit kleinsten Mosaiksteinchen und 24 Karat Gold verziert.

Versace Mansion
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Casa Casuarina wurde 1930 nach den Entwürfen des Architekten Alden Freeman gebaut. Das Design war inspiriert vom Alcazar de Colon, dem kolonialen Anwesen, in dem die Familie von Christopher Columbus einst lebte. Versace kaufte das Haus 1992 und investierte zusätzlich um die 33 Millionen Dollar, um noch eine Westflügel anzubauen. Auch der Pool entstammt allein den Ideen des Stardesigners.

Der Designer machte aus der Villa ein Art Palast. Überall im Haus finden sich Fresken, künstlerisch gestaltete Fenster, Mosaike, verschieden gestaltete Räume im griechischen, römischen, spanischem oder ägyptischen Stil. An Marmor mangelt es ebenso wenig wie an Kunst, Statuen und wertvollen Möbeln. „In jeder Ecke fühlt man, dass Versace hier gelebt hat“, sagte Maklerin Jill Eber der New York Times.

Als besonderes Prunkstück gilt der 16 Meter lange Pool. Versace ließ ihn Berichten zufolge in Italien anfertigen und in Teilen nach Amerika schicken, wo ihn 75 Arbeiter zusammensetzten: Er besteht aus mehr als 100 Millionen Mosaikstückchen, durchzogen von 24 Karat Gold. Die Statuen, die rund um den Pool stehen, besorgte Versace aus einem französischen Schloss aus dem 16. Jahrhundert.

All das machte die „Versace Mansion“ zu einer der teuersten Villen Amerikas und zu etwas ganz besonderem mit einer einmaligen Atmosphäre.

Versace feierte rauschende Partys
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