Vonovia: „Wir müssen einen Reset machen und eine Mietreform umsetzen“
Frankfurt, Düsseldorf. Der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia hat sich überraschend gegen eine komplette Abschaffung der Mietpreisbremse ausgesprochen. „Sie können nicht einfach die Mietpreisbremse streichen“, sagt Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch dem Handelsblatt. Er fordert jedoch grundlegende Änderungen am Mietrecht.
„Wir müssen einen Reset machen und eine Mietreform umsetzen“, sagt Buch. „Das ist der große Schritt, den die Regierung jetzt noch gehen muss.“ Es gehe darum, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die aktuelle Mietregulierung habe aber „von diesem Ziel 0,0 Prozent erreicht“.
Die Regierung hatte jüngst die Mietpreisbremse, die den Anstieg der Preise bei Neuvermietungen in begehrten Wohnlagen begrenzt, bis 2029 verlängert. Der Eigentümerverband Haus & Grund sowie viele Wohnungsfirmen hatten die Verlängerung strikt abgelehnt.
Trotz hoher Baukosten kündigt der Chef des Dax-Konzerns an, dass Vonovia „schon wieder angefangen hat zu bauen“ und anstrebt, die Baukosten von derzeit etwa 5000 Euro pro Quadratmeter auf 3500 Euro zu senken.
Buch sagt einen „langen stabilen Aufstieg“ der Immobilienwerte voraus und betont die Notwendigkeit stabiler und vorhersehbarer politischer Rahmenbedingungen, um Investitionen zu fördern.