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Werkswohnungen Die Pariser Bahngesellschaft punktet mit Wohnraumgarantie

Die Mieten in Paris sind für Normalverdiener kaum zu stemmen. Die Bahngesellschaft SNCF schafft da Abhilfe für ihre neu eingestellten Mitarbeiter.
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Die französische Bahngesellschaft ist auch auf dem Wohnungsmarkt aktiv. Quelle: AFP
SNCF

Die französische Bahngesellschaft ist auch auf dem Wohnungsmarkt aktiv.

(Foto: AFP)

BerlinArbeitnehmer im Großraum Paris haben ein Problem: die Höhe der Mieten. In der Pariser Innenstadt zahlt man leicht mehr als 30 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Das macht eine Wohnung akzeptabler Größe für eine Familie mit durchschnittlichem Einkommen völlig unerschwinglich. Und damit haben auch die Unternehmen ein Problem, die neben Managern auch Normalverdiener einstellen.

Die Bahngesellschaft SNCF versucht deshalb, das Problem mit Bordmitteln zu lösen: Sie gibt ihren neu eingestellten Mitarbeitern in der Île de France eine Wohnraumgarantie.

Spätestens nach vier Monaten, so die Zusage, gibt es eine Wohnung zu erschwinglichem Preis in maximal 20 Kilometer Entfernung zum Arbeitsplatz. „Uns ist bewusst, wie schwierig es ist, in der Île de  France eine Wohnung zu finden, das ist eine Hürde bei der Suche nach einem Arbeitsplatz“, sagt Alain Krakovitch, Generaldirektor von SNCF-Regionalverkehr.

Die französische Bahn verfügt über rund 33.000 Wohnungen in Frankreichs reichster und aktivster Region. 26.000 sind Sozialwohnungen, der Rest unterliegt dem freien Wohnungsmarkt. Hinzu kommen 2.000 möblierte Zimmer in Apartment-Residenzen.

Überwiegend sind die Wohnungen nicht im direkten Besitz der SNCF, sie hat vielmehr Rahmenverträge abgeschlossen mit Wohnungsbaugesellschaften oder sonstigen Anbietern, die ihr den Zugriff sichern. Teilweise sind das eigene Tochterfirmen wie etwa ICF Habitat.

Frankreichweit ist die SNCF über ihre Tochter SNCF Immobilier ein großer Mitspieler am Immobilienmarkt, ihr gehören 100.000 Wohnungen, 90 Prozent davon sind Sozialwohnungen. Seit 150 Jahren hat die Bahngesellschaft für ihre Mitarbeiter Häuser und Wohnungen gebaut.

Diese werden über die eigene Tochtergesellschaft ICF Habitat angeboten. ICF ist der viertgrößte Akteur am französischen Mietwohnungsmarkt und natürlich auch in der Île de France vertreten.

Für den einzelnen Mitarbeiter ist es egal, ob er Mieter der SNCF oder eines anderen Anbieters wird. Die Garantie gilt auf jeden Fall, dazu zählt die Zusage, unterhalb eines definierten marktüblichen Referenzpreises zu bleiben.

In Paris nennt die Bahngesellschaft einen Orientierungswert von 32 Euro, im engeren Gürtel um die Hauptstadt von 24 Euro und in der weiteren Umgebung von zwölf bis 15 Euro.

Doch sind dies nicht die Mieten, die der neue Mitarbeiter auch wirklich zahlen muss: Es gibt staatliche Zuschüsse und Beihilfen der Bahn, die sich nach dem individuellen Einkommen richten.

Für die SNCF ist das Programm eine Notwendigkeit: Sie rekrutiert jährlich 2.000 bis 2.500 Mitarbeiter im Großraum Paris, viele davon in sehr umworbenen Berufen wie IT und Telekommunikation, in denen Arbeitnehmer zwischen Angeboten wählen können.

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