Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wohnen im Studium teurer 580 Euro für eine Studentenbude

Seite 2 von 2:
Wohnangebot wird in Studentenstädten knapp

Kleine Wohnungen sind besonders knapp, weil die Zahl der Ein-Personen-Haushalte nach wie vor zunimmt und immer mehr Studenten in die Universitätsstädte ziehen. Wie knapp dieser Wohnraum wird, zeigt eine andere Studie des Immobiliendienstleisters Savills: Demnach sind in München nur sechs Prozent der Wohnungen kleiner als 30 Quadratmeter.

Die Vergleichszahlen für Stuttgart: Dort können Studenten zwar sechs Quadratmeter mehr mieten, aber nur neun Prozent der Wohnungen hat weniger als 40 Quadratmeter. Savills rechnet vor, dass in den 30 größten Hochschulstädten in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der erschwinglichen Wohnungen von etwa 1,7 auf 1,3 Millionen zurückgegangen ist. Gleichzeitig sei die Zahl der Studierenden im selben Zeitraum von 1,2 auf 1,5 Millionen gestiegen.

Einen weiteren Beleg dafür, dass es vor allem an Studentenapartments fehlt, zeigt ein Vergleich der Mietpreisentwicklung zwischen dem Gesamtmarkt und dem Angebot für Studentenwohnungen. In fast allen großen

Städten erhöhten sich die Mieten für Studenten stärker als die Wohnungen des Gesamtmarkts. Nur in Frankfurt stiegen die Mieten im Gesamtmarkt in den vergangenen fünf Jahren ein wenig schneller an, in Köln stiegen beide Wohnungsmärkte gleich schnell.

„Der Bedarf an kleinen Wohnungen steigt überproportional, weshalb Investoren und Projektentwickler gefordert sind, innovative und bezahlbare Lösungen für kleine Haushalte zu finden“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

Abgesehen davon, dass die Mieten für Studentenwohnungen in Metropolen wie München, Hamburg, Frankfurt oder Köln Höchststände erreichen, sind Monatsmieten von 600 Euro und mehr für Studentenapartments in den Universitätsstädten wie Göttingen und Freiburg keine Seltenheit mehr, beobachtet die Bausparkasse Schwäbisch-Hall. „Die Wohngemeinschaft ist nicht immer die Alternative, denn auch das kleine WG-Zimmer kann so teuer sein wie andernorts eine 65-Quadratmeter-Wohnung“, sagt Hans-Joachim Piontek, Regionaldirektor der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Das Marktforschungsinstitut Empirica hat gerade die Monatsmieten für WG-Zimmer zum Sommersemester 2016 ausgewertet. Auch in diesem Punkt ist München am teuersten. Die Spanne reicht von 450 bis 635 Euro. Die von den Analysten definierte Standard-WG-Unterkunft kostet dort jetzt 530 Euro im Monat, vor vier Jahren war sie noch für 435 Euro zu haben.

Doch wer besonders billig wohnen möchte, sollte in Wilhelmshaven oder Chemnitz studieren. Dort sind WG-Zimmer für 230 beziehungsweise 216 Euro zu haben.

Hier ist es besonders schwer: Eine Millionen Wohnungen zu wenig bis 2030

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Wohnen im Studium teurer - 580 Euro für eine Studentenbude

15 Kommentare zu "Wohnen im Studium teurer: 580 Euro für eine Studentenbude"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist doch nichts Neues, das München teuer ist und zwar in jeder Beziehung. Da muss man sowohl als Familie als auch als Single gut überlegen, wo man im Großraum München seine Zelte aufschlägt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  •  Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich hatte in den 1990er Jahren eine Studentenbude in allerbester Lage in einer der teuersten Städte Deutschlands: 5 Minuten zu Fuß zur Uni. Monatliche Warmmiete: 265 DM (!!)
    Die war allerdings in einem Studentenwohnheim, mit 13m^2 inklusive Balkon so klein wie ein Kaninchenstall. es gab eine Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsduschen (ohne Geschlechtertrennung) für 30 Mitbewohner. Man kann eben nicht alles haben!
    Die steigenden Mieten für Studentenhaben natürlich erst einmal was Angebot und Nachfrage zu tun. Es werden irrsinnigerweise immer mehr Berufe akademisiert, die keine Akademisierung benötigen - und darüber hinaus ist es gesellschaftlich mittlerweile schon fast "asozial", kein Abi zu haben und nicht zu studieren.
    Und natürlich spielt die Asset-Inflation eine Rolle (auch wenn es keine heftige Güterpreisinflation gibt (1 Ei = 10 Euro oder so)).
    "Kampf gegen die Deflation" ist auch einzig und alleine in unserem Schuldgeldsystem erforderlich, das eine permanente Aufschuldung erfordert, weil EIGENTLICHE Deflation (= "Schuldendeflation") eine Geldmengenkontraktion ist.

  • "Und natürlich ist das eine win-win-Situation für beide Seiten. Sie macht mich glücklich und ich profitiere außerdem von ihrer jugendlichen Lebensfreude (...)"

    Stimmt, dass sind super Vorteile für Ihre Verlobte :)
    Aufschubfinanzierung ... ein wirklich herrlich ironischer Kommentar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Das stimmt schon. Kaum ein Student kommt heute noch ohne Nebenjob über die Runden, oder er hat halt solvente Eltern, die allerdings die Wenigsten haben..

    Das war allerdings vor 30 Jahren nicht anders. Ich musste 2 Jahre lang täglich 4 - 5 Stunden für Hin- und Rückweg im Zug sitzen, um zur Uni zu kommen.
    Bei der Zimmersuche riet mir einmal sogar ein Makler von dem Zimmer ab, weil es schlicht ein durch Maschendraht abgetrennter Keller-"Raum" in einem Mehrfamilienhaus war, wo die halt ein Bett aufgestellt hatten, und das für damals 250,- DM!

    Man muss auch noch bedenken, dass zum Komfort, den die heutigen Studenten erwarten, nach meiner Erfahrung teilweise schon eine 1-Zimmer-Wohnung und ein Urlaub in den USA in den Semesterferien gehört. Allerdings arbeiten die Studenten auch härter für Studium und Nebenjob als wir früher.

  • Und der Riesenwitz dabei ist, dass uns dann Herr Draghi erzählt, er müsse die Deflation bekämpfen! Das wird jetzt wahrscheinlich wieder so einen ganz wichtigen volkswirtschaftlichen Grund haben, dass Mieten von Studenten NICHT im Warenkorb sind. (Der ist mir nur leider gerade entfallen). Die Eltern müssen dann Ihr Geld für diese Mieten reinstecken und können nicht konsumieren. Und dagegen tritt Super-Mario mit Niedrigzinsen an, damit die Ersparnisse auch nicht allzu lange reichen!
    Das Ganze geht dann weiter: selbst ein gut ausgebildetes Akademiker-Paar kann sich in München keine Immobilie mehr erarbeiten/sparen. Das die Leute sich also um eine Ausbildung bemühen ist, mehr so eine alte Tradition. Irgendwann werden sie merken, dass sich das nicht lohnt, dann gute Nacht Wirtschaftsleistung!

  •  Freiherr Flash, du machst dich halt gerne zum nützlichen Idioten, oder auch dressierten Affen. Aber du wirst es wahrscheinlich als eine Win-Win-Situation beschreiben Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Alle Kommentare lesen