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Wohnraum Weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Jahresdrittel

Experten kritisieren die eingeschlafene Baupolitik im Land und fordern weniger staatliche Vorgaben. Denn die Nachfrage nach Immobilien ist groß.
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Immobilien: Weniger Baugenehmigungen im ersten Jahresdrittel Quelle: dpa
Hausbau

Die Baugenehmigungen für die meisten Wohnformen nahmen im ersten Jahresdrittel ab.

(Foto: dpa)

WiesbadenDie Zahl der Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen in Deutschland ist im ersten Jahresdrittel gesunken. Von Januar bis April fiel sie um 1,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 105.800, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das waren nach Angaben der Wiesbadener Behörde fast 1500 Einheiten oder 1,3 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank um 5,2 Prozent auf 6546 Bauvorhaben, die für Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent auf 53.388 Einheiten. Gegen den Trend gab es bei Einfamilienhäusern ein Wachstum von 2,2 Prozent auf 29.013 Bauvorhaben.

„Die Baupolitik in Deutschland ist größtenteils eingeschlafen“, sagte der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Andreas Mattner. „Offenbar schreckt Regulierung ab. Mietpreisdeckel und Modernisierungsstopp werden noch weitere Tribute fordern.“ Die Wirtschaft fordert beispielsweise mehr günstiges Bauland und weniger staatliche Vorgaben.

2018 wurden so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit 16 Jahren nicht mehr - insgesamt 285.900. Union und SPD streben im Koalitionsvertrag an, bis 2021 rund 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen - das wären 375.000 pro Jahr. Die staatliche Förderbank KfW sieht gute Chancen, dass es im Wohnungsbau weiter aufwärts geht, da die erteilten Baugenehmigungen der vergangenen Jahre bei weitem noch nicht abgearbeitet wurden.

Um die große Nachfrage nach Immobilien zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft in Deutschland jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen entstehen. Im vergangenen Jahr wurde der Neubau von knapp 302.800 Wohnungen in reinen Wohngebäuden genehmigt. Inklusive Nichtwohngebäuden gab es im Jahr 2018 gut 347.000 Genehmigungen. Gebremst wird Neubau dadurch, dass Flächen in Ballungsräumen knapp sind, die Preise deutlich angezogen haben und Handwerker wegen voller Auftragsbücher kaum hinterherkommen.

Mehr: Mieten in Berlin dürfen fünf Jahre lang nicht steigen. Die Empörung ist groß, der Immobilienverband spricht von Politikversagen.

  • rtr
  • dpa
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