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Wohnungsbau Wo der Immobilienmarkt heiß läuft

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Wo die Preise um 74 Prozent steigen
Was nicht passt, wird passend gemacht
Cover
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Seit 2012 dokumentiert Marc Steiner Pfusch am Bau. „Egal ob Großbaustelle oder Privataufträge, in über 20 Jahren Bauerfahrung als Dachdecker habe ich schon einiges gesehen und erlebt“, schreibt er im Vorwort. Aufgrund dieser Erlebnisse entstand die Facebookseite „Pfusch am Bau“. Aus den Highlights dieser Sammlung ist jetzt ein gleichnamiges Buch geworden, das gerade im Riva-Verlag (ISBN 3868834672) erschienen ist. Und es ist wahrhaftig „einiges“ was dort dokumentiert wird.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)
Badewanne
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Baupfusch verursacht jedes Jahr Milliardenschäden. Und dafür braucht es nicht einmal einen Flughafen oder eine Philharmonie. Oft gehen private Bauherren mit einer erschreckenden Naivität an das Projekt Hausbau heran und scheuen zusätzliche Investitionen, beispielsweise in begleitende Sachverständige. Über die Hälfte aller Baumängel werden meist erst nach Jahren aufgedeckt und sind dann deutlich teurer, als es ein rechtzeitiges Gutachten gewesen wäre. Geld kann grundsätzlich kaum besser angelegt werden kann, als im eigenen Heim.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)
Mann muss sich nur zu helfen wissen
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Außerdem ist Vorsicht geboten: Der Trend zum Baumangel steigt nämlich. Riskant ist dabei vor allem, dass auf Baustellen immer mehr Arbeiten an immer mehr Subunternehmer abgegeben werden. Dann sind teilweise nicht einmal mehr ausgebildete Handwerker am Werk. Auch hier spart, wer das billigste Angebot nimmt, womöglich an der falschen Stelle.

Fenster
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Besonders kritisch und zugleich häufig, sind beispielsweise Mängel bei Isolierung und Wärmedämmung. Anders ausgedrückt: Das Haus ist nicht ganz dicht. Im Innenbereich sind vor allem Rohr- und Elektroinstallation pfuschanfällig, sowie Badezimmer und Sanitäranlagen. Besonders beliebt: Rohre und Leitungen mit Bauschaum fixieren.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)
Klingel
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Mängel sollten vom Kunden am besten immer vor der Abnahme festgehalten werden. Dann muss der Handwerker nachweisen, dass er nicht gepfuscht hat, beziehungsweise muss nachbessern. Nach der Abnahme kehrt sich die Beweislast um, der Kunde muss nachweisen, dass gepfuscht wurde. Das ist oft schwierig.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)
so_geht_es_auch
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Auch eine Teil-Abnahme mit Mängeln, bei der nur ein Teil der Rechnung beglichen wird ist möglich. Allerdings müssen diese Mängel dann vor der Übernahme schriftlich festgehalten werden. Kürzt der Kunde die Rechnung wegen festgestellter aber nicht protokollierter Mängel einfach, riskiert er eine Klage.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)
heizkoerper
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Sind die Mängel besonders schwerwiegend, kann und sollte die Abnahme ganz verweigert werden. Ohne Abnahme gibt es für den Handwerksbetrieb auch kein Geld, das ist gesetzlich im BGB geregelt.

(Foto: „Pfusch am Bau“ von Marc Steiner)

In den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern wechselten demnach Wohnimmobilien im Wert von 23,64 Milliarden Euro den Besitzer. Das Umsatzplus beträgt 4,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Insgesamt 129.759 Wohnungen wurden in den Städten verkauft, 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. „Der Wohnungsmarkt in den Städten erfreut sich bester Gesundheit und einer hohen Nachfrage“, sagt Jacopo Mingazzini, Geschäftsführer von Accentro.

In rund der Hälfte der Großstädte wurden mehr Einzelwohnungen verkauft als im Jahr zuvor. In 15 Städten lagen die Zuwachsraten zudem im zweistelligen Bereich. Was auf den ersten Blick nach moderaten Steigerungen aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als ein in vielen Regionen überhitzter Markt.

Denn die Verkaufspreise von Eigentumswohnungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. In 22 Städten stiegen die Preise sogar im zweistelligen Prozentbereich. In Regensburg legte der Umsatz je Verkauf um sagenhafte 74 Prozent zu. Der durchschnittliche Kaufpreis einer Wohnung kletterte von 178.655 Euro auf 311.329 Euro.

Auch in den Metropolen gingen die Preise nach oben, in Düsseldorf um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Berlin um rund 16 Prozent und in München um 13 Prozent. In der bayerischen Hauptstadt zahlten die Käufer mit 327.344 Euro am meisten. Die Zahlen sind beeindruckend, zumal die Preise schon in den Vorjahren kräftig stiegen. „Keiner in der Immobilienbranche ist aktuell der Meinung, dass wir es in dem Metropolen mit entspannten Märkten zu tun haben“, sagt Mingazzini.


Wie unentspannt die Märkte in einigen Metropolen mittlerweile sind, zeigen die Beispiele von Frankfurt am Main und München. In der Mainmetropole wechselten im vergangenen Jahr etwa 3590 Wohnungen den Besitzer, 24 Prozent weniger als im Vorjahr. In München sank die Zahl der Verkäufe um 12,5 Prozent.

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4 Kommentare zu "Wohnungsbau: Wo der Immobilienmarkt heiß läuft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @SB: Sie haben aber wirklich wenig bis gar nichts verstanden!

  • Die Mietpreisbremse zeigt nur die Ahnungslosigkeit der GroKo-Dilettanten. Neubau und Sanierungen sind ausgeschlossen ... d.h. die Immobranche wird sich noch mehr auf Luxussanierungen und exklusiven Neubau konzentrieren. Damit wird keines der Probleme gelöst, eher wird sich die Lage in den City-Lagen für Durchschnittsbürger noch verschlimmern.
    Man hätte einfach mal einen Einkommensbescheid von den vielen internationalen "Investoren" einfordern sollen. Damit hätte man viele Investoren aus Südeuropa, Osteuropa etc sicherlich gleich draussen gehalten. Was man hier im Berliner Raum so von den befreundeten Immo-Maklern hört, sind nicht wenige Objekte aus de Geldkoffer gezahlt worden. Dass es sich dabei häufig um Schwarzgeld o. Geldwäsche o. beides handelte, liegt auf der Hand.

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  • Mögen Sie noch kurz die Verbindung von Immobilienspekulationen und dem Euro herstellen - würden Investoren in ein boomendes und schnell wachsendes Berlin keine D-Mark investieren?

  • Diese massive Blasenbildung haben wir der irrwitzigen Politik von Draghi zu verdanken; Wohnungssuchende in Hamburg, München etc. werden hoffentlich vermehrt zu "Eurohassern" (wie sie von der Bildzeitung herablassend genannt werden), es sei denn, diese Mieter sind Masochisten und freuen sich darüber, mehr als die Hälfte des Einkommens für Mieten aufwenden zu müssen.