Wohnungskonzern: Elf Stunden Hauptversammlung – Elliott ärgert Deutsche Wohnen
Aufsichtsratsvorsitzende Helene von Roeder (von links nach rechts), die Co-Chefs Lars Urbansky und Konstantina Kanellopoulos sowie CFO Olaf Weber stellten sich den Fragen der Aktionäre.
Foto: ScreenshotDüsseldorf. Es war eine Konfrontation mit Ansage. Auf der virtuellen Hauptversammlung der Deutschen Wohnen hat der aktivistische Investor Elliott Aufsichtsrat und Vorstand des Wohnungskonzerns in mehreren Fragerunden fast zwölf Stunden vor sich hergetrieben.
In einem, zumindest was das Abstimmungsergebnis angeht, aussichtslosen Kampf haben zwei Vertreter des Investors in drei langen Fragerunden unzählige Detailfragen zu einem Darlehen an Deutschlands größten Wohnungskonzern Vonovia gestellt, der nach der Übernahme 2021 aktuell 88 Prozent an der Deutschen Wohnen hält. Elliott wollte die Vergabe von einem Sonderprüfer untersuchen lassen.
Am Ende stimmten nur 6,09 Prozent der Aktionäre für einen Sonderprüfer. Elliott hält rund drei Prozent an der Deutschen Wohnen. Der aktivistische Investor kann die Sonderprüfung noch gerichtlich durchzusetzen versuchen.
Elliott hatte den Antrag auf Sonderprüfung des zwei Milliarden Euro großen Darlehens auf die Tagesordnung setzen lassen. Dieser solle untersuchen, ob der Deutsche Wohnen ein Nachteil durch den Kredit entstanden sein könnte – denn möglicherweise hätte die Gesellschaft das Geld auch gewinnbringender anlegen können.