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Wohnungskonzern Vonovia steigert Gewinn – die Blitzanalyse

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Vonovia-Blitzanalyse: Vonovia steigert Gewinn Quelle: dpa
Rolf Buch

„Wir versichern: Kein Mieter soll aufgrund einer Modernisierung ausziehen müssen“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Vonovia.

(Foto: dpa)

Der Wohnungskonzern Vonovia kann seine Gewinne in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich steigern. Die Bochumer bestätigen zudem die Gewinnaussichten für dieses Jahr und möchten im kommenden Jahr deutlich mehr Wohnungen bauen. Die wichtigsten Fakten aus den Quartalszahlen.

  • Das FFO 1 („Funds from Operation“), die maßgebliche Gewinnkennziffer bei Immobilienkonzernen, stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,7 Prozent auf 778,2 Millionen Euro. Das FFO 1 je Aktie stieg um 5,6 Prozent auf 1,50 Euro. Als Grund für den Anstieg wird vor allem der Ergebnisbeitrag von Victoria Park in Schweden, genannt. Vonovia hatte sich in diesem Jahr eine Mehrheitsbeteiligung an dem Konzern gesichert, der 14.000 Wohnungen im Bestand hält. Zudem wird ein besseres Finanzergebnis sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen und der niedrige Leerstand als maßgeblich für die Gewinnsteigerung genannt.
  • Die Mieteinnahmen konnte Vonovia um 3,1 Prozent steigen. Zugleich sank der Leerstand in den insgesamt 400.000 Wohnungen von 2,9 auf 2,7 Prozent.
  • Aufgrund der jüngsten Übernahmen von Victoria Park und Buwog konnten die Bochumer ihren Wohnungsbestand zuletzt deutlich erhöhen. Das macht sich nun auch im Nettovermögenswert bemerkbar, also den Vermögen abzüglich Verbindlichkeiten. Das EPRA NAV stieg um 15 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro.
  • Vonovia bestätigt die Gewinnerwartungen für dieses Jahr bei 1,05 bis 1,07 Milliarden Euro. Das wären rund 15 Prozent mehr als 2017.

Das fällt positiv auf

Auf Kurs: Der Vonovia gelingt es bei Gewinn und Ausblick auf Kurs zu bleiben. Gerade beim Gewinn je Aktie hatte mancher Analyst kurz vor der Präsentation der Bilanzzahlen mit deutlichen Rückgängen gerechnet. Im kommenden Jahr möchte Vonovia das FFO 1 auf 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro steigern. Dann soll auch der Ergebnisbeitrag der Buwog in den Zahlen inbegriffen sein. Die Dividende soll im kommenden Jahr um 0,12 Cent auf 1,44 Euro steigen.

Das fällt negativ auf

Wohnungsbau: Vonovia will mehr bauen, kommt mit diesem Vorhaben aber nicht so recht voran. Angepeilt hat der Konzern 2000 Wohnungen pro Jahr. In diesem Jahr werden es jedoch nur rund 600 sein. Neubau und Aufstockung trugen außerdem nur mit einem Plus von 0,1 Prozent zur Mietentwicklung bei.

Was jetzt passiert

Reaktion auf Mieterproteste: Konzernchef Rolf Buch reagiert auf die Mieterbeschwerden der jüngeren Vergangenheit. Modernisierungen, die zu einer Mieterhöhung um mehr als zwei Euro pro Quadratmeter führen, sollen in 2019/2020 nicht realisiert werden. „Wir versichern: Kein Mieter soll aufgrund einer Modernisierung ausziehen müssen“, sagt Rolf Buch. Das Volumen für Modernisierungen wird so um 40 Prozent fallen.

Dennoch werde das Investitionsvolumen nach voraussichtlich einer Milliarde Euro im Jahr 2018 im kommenden Jahr auf 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro steigen. Das Geld soll deutlich stärker in Neubau, altersgerechten Umbau und Projekte in Schweden fließen.

„Vonovia steigert ihren Gewinn über höhere Nebenkosten der Mieter“

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