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Wohnungskonzerne Vonovia verkauft Beteiligung an Deutsche Wohnen

Der Wohnungskonzern Vonovia könnte mit dem Verkauf einen dreistelligen Millionengewinn einfahren. Die Aktie des Konkurrenten schickt die Nachricht auf Talfahrt.
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Vor wenigen Jahren wollte der Dax-Konzern den Konkurrenten noch übernehmen. Quelle: dpa
Vonovia-Zentrale in Bochum

Vor wenigen Jahren wollte der Dax-Konzern den Konkurrenten noch übernehmen.

(Foto: dpa)

Vonovia, Deutschland größter börsennotierter Wohnungskonzern, verkauft seine Beteiligung an Deutsche Wohnen, dem zweitgrößten börsennotierten Wohnungskonzern. Wie das Unternehmen aus Bochum mitteilte, soll der gesamte Anteil in Höhe 4,7 Prozent verkauft werden.

Die Meldung erfolgte nach Börsenschluss, schickt die Aktie von Deutsche Wohnen im Späthandel jedoch auf Talfahrt. Sie verlor nach Angaben des Brokers Lang & Schwarz drei Prozent. Der Kurs von Vonovia stieg hingegen um 1,2 Prozent.

Der Verkauf umfasst insgesamt 16,8 Millionen Aktien, die Vonovia zum Jahreswechsel 2015/2016 erworben hatte. Damals verfolgten die Bochumer eine feindliche Übernahme der Deutsche Wohnen, die jedoch scheiterte.

Mit dem Verkauf des Aktienpakets fährt Vonovia einen hohen Gewinn ein. Der durchschnittliche Gesamtkaufpreis lag damals bei 24,10 Euro je Aktie. Zum Börsenschluss am Donnerstag notierte die Deutsche-Wohnen-Aktie bei 43,59 Euro. Kann Vonovia zu diesem Kurs verkaufen, entspräche dies einem Gewinn von rund 330 Millionen Euro.

„Wir halten den Zeitpunkt für eine Veräußerung unserer Beteiligung an der Deutsche Wohnen für sehr geeignet“, sagt Vonovia-Chef Rolf Buch. „Vor dem Hintergrund, dass dieses Jahr einige Schuldtitel fällig werden und im April 2019 eine Hybridanleihe kündbar wird, entspricht dies unserem Verständnis eines aktiven Bilanzmanagements, da wir zugleich den erreichten Wertzuwachs dieser Beteiligung realisieren“, sagte der Manager.

Der erlöste Ertrag werde den Loan-To-Value (LTV) um 80 Basispunkte senken. Der LTV gibt das Verhältnis zwischen Kredithöhe und dem Verkehrswert des Immobilienbestandes wieder. Er lag zuletzt bei 45,1 Prozent.

Die Deutsche Wohnen, die zwei Drittel ihres Immobilienportfolios in Berlin hält, ist zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil eine Bürgerinitiative in der Hauptstadt die Enteignung des Konzerns und anderer privater Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohneinheiten fordert. Im Januar erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, dass er 50.000 Wohnungen der ehemals städtischen Gesellschaft GSW aus dem Bestand der Deutsche Wohnen zurückkaufen möchte.

Eine Sprecherin von Vonovia erklärte, dass die jüngsten Debatten um den Wohnungsmarkt der Hauptstadt keine Rolle für den Verkauf des Aktienpakets gespielt hätten. Außerdem gehöre es nicht zum Geschäftsmodell von Vonovia, Beteiligungen an anderen Konzernen zu halten. Deutsche Wohnen wollte die Transaktion auf Anfrage nicht kommentieren.

Mit seinem Anteil von 4,7 Prozent war Vonovia zuletzt der viertgrößte Aktionär von Deutsche Wohnen nach Blackrock (10,2 Prozent), Massachusetts Financial Services (9,9 Prozent) und Norges Bank (6,9 Prozent).

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