Wohnungsmarkt Für Immobilienprofis bringen Flüchtlinge Profit

Gewerbliche Immobilienfinanzierer kämpfen auf dem Büromarkt und im Einzelhandel mit Leerständen. Dank des Zuzugs von Flüchtlingen wittern sie lukrative Geschäftschancen. Ein Zauberwort macht in der Branche die Runde.
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Wohnblock im Neubaugebiet von Schwerin: Steht der Plattenbau vor einem Comeback? Quelle: dpa
Schöner Wohnen

Wohnblock im Neubaugebiet von Schwerin: Steht der Plattenbau vor einem Comeback?

(Foto: dpa)

FrankfurtBei vielen Bundesbürgern geht die Angst um, dass preiswerte Wohnungen durch den Zuzug von Flüchtlingen zur Mangelware werden. Doch die Bedenken auf der Nachfrageseite des Marktes sind nur eine Seite der Medaille. Denn die Profis im Geschäft mit Immobilien sehen die Lage von der Angebotsseite her ganz anders – und zwar entspannt.

Die europäische Flüchtlingskrise bewerten mehr als ein Drittel der Kapitalgeber für Immobilienfinanzierungen „positiv“ oder „eher positiv“, nur 22 Prozent erwarten negative Auswirkungen, geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor.

Bei den gewerblichen Immobilienfinanzierungen würden wegen Problemen bei der Wohnraumbeschaffung auf einmal Objekte attraktiv, die schon dem jahrelangen Leerstand geweiht waren. Vor allem Bürohäuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die nicht in Top-Lagen stehen, könnten zumindest teilweise in Wohnungen umgewandelt werden, erläutern die EY-Experten. „Umwandlung“ ist zum Zauberwort geworden.

Branchenbeobachter glauben, dass etwa zehn bis 15 Prozent dieser Bestände für Umwandlungen in Frage kommen. Weil mit Wohnimmobilien in städtischen Lagen gegenwärtig sehr viel höhere Renditen zu erzielen sind als mit Gewerbeimmobilien, ist der zusätzliche Wohnraumbedarf ein Stützungsfaktor für den Immobilienmarkt. Der boomt nunmehr schon seit Jahren, weil die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank die Renditejagd bei Sachwerten befeuert.  

Weniger optimistisch als die Kapitalgeber zeigt sich der größte Verwalter von Wohnraum in Deutschland. Für Rolf Buch ist das Land auf die Flüchtlingswelle im Wohnungsbereich nicht vorbereitet. „Ich rechne mit einem jährlichen Bedarf von 400.000 neuen Wohnungen in Deutschland“, sagte der Vorstandchef des größten heimischen Wohnimmobilienkonzerns, Vonovia, auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Die Flüchtlinge, die vergangenen Herbst gekommen seien, würden erst ein Jahr später zu erhöhter Nachfrage nach Wohnungen führen. Das werde den Druck auf die Kaufpreise für Wohnimmobilien erhöhen, der derzeit noch nicht so ausgeprägt sei.

Vonovia will die Gunst der Stunde nutzen und durch Gebäude aufstocken sowie der Bebauung von Freiflächen im eigenen Bestand neuen Wohnraum schaffen. Neue Möglichkeiten müssten konsequent gesucht und umgesetzt werden. Dabei gehe es darum, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen, betonte Buch.

Die Renaissance des Plattenbaus
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29 Kommentare zu "Wohnungsmarkt: Für Immobilienprofis bringen Flüchtlinge Profit"

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  • Eieiei

    noch einer der immer wg. unsachlich gelöscht wird

  • @Peter Spiegel
    Dann zeigen Sie uns mal, wie Sie mit Millionen von ungebildeten und schlecht ausgebildeten vom Staat abhängig gemachten Leistungsempfänger einen Mehrwert für eine Volkswirtschaft und damit für die Gesellschaft in Form von Wohlstand und Sozialen Ansprächen aufbauen wollen.
    Das Grün-Rot Bildungssystem von BW dient eher nicht dazu und die Technik- und Wirtschaftsfeindlichkeit (Subventions- Umverteilungspolitik) einer Grün-Rot gefärbten Merkel Union auch nicht.
    Subventionen und Umverteilung schafft KEINE MEHRWERTE für eine Gesellschaft. Nur Leistung, wenig Umverteilung und zielgerichtete und zeitlich stark begrenzte (max. 5 Jahre) Subventionen bringen den erwünschten Erfolg einer wohlstandschancenreichen und sozialverantwortlichen Gesellschaftspolitik (Volkswirtschaft).

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  • Man kann auch sagen, dass der soziale Wohnungsbau die Menschen vom Sozialstaat abhängig machen und diese auch über Generationen hinweg abhängig halten.
    Sozialer Wohnungsbau ist ein Teil des Sozialstaates. Und dazu gehört auch Harzt IV Zahlungen. Der Staat schafft somit weiterhin ein Soziales Wohlfühlklima. Dieses soziale Wohlfühlklima hat jedoch seine Grenzen...wenn es immer weniger wirtschaftliche Leistungstärger und immer mehr Soziale Leistungsempfänger gibt, dann wird das Soziale System und mit ihm der soziale Friede in die Brüche gehen.
    Diese illegale Einwanderungswelle mit ihren sozialen Nebenleistungen beschleunigt nur den Zusammenbruch des Sozialen System (Sozialstaat) und zerstört den sozialen Frieden in Deutschland. Das Ziel "Wohlstandschancen für ALLE" wird mit der Sozialen Abhängigkeit vom Staat/Politik/NGOs bzw. Lobbygruppen somit für immer mehr zu einen Wunschtraum.
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