Wohnungsmarkt Arm, ärmer, Student

Seite 2 von 2:
Im Schnitt 349 Euro für ein Zimmer
In diesen Städten werden Studenten arm
Platz 10: Konstanz
1 von 11

Gesuche wie diese hängen nicht nur am Schwarzen Brett der Universität in Konstanz, sondern sind in allen deutschen Hochschulen vorzufinden. In der Stadt am Bodensee gestaltet sich die Suche allerdings besonders schwierig. Mit 60 von maximal 100 Punkten im Anspannungs-Index des Moses Mendelssohn Instituts liegt Konstanz an zehnter Stelle des Rankings.

Platz 9: Tübingen
2 von 11

Im Jahr 1477 gegründet, gehört die Eberhard Karls Universität zu den ältesten Hochschulen in Europa. Die rund 28.000 Studenten machen knapp ein Drittel der gesamten Bevölkerung der Stadt aus. Dementsprechend hoch ist auch die Nachfrage nach studentischem Wohnraum. 62,5 Punkte bescheren der zweiten von insgesamt vier baden-württembergischen Städten in den Top 10 den neunten Rang.

Platz 8: Berlin
3 von 11

Die deutsche Hauptstadt taucht mit gleich drei Universitäten in der Liste der 100 besten Universitäten weltweit auf. Dementsprechend kommt für viele Erstsemester ein Umzug in die 3,5-Millionen-Einwohner-Metropole in Frage. Berlin kommt damit auf 64 von 100 möglichen Punkten. Der Anspannungs-Index, der durch das Moses Mendelssohn Institut in Kooperation mit dem Immobilienportal wg-gesucht.de entstand, umfasst insgesamt 23 Faktoren. Einer davon ist natürlich der WG-Preis. In Berlin müssen dafür durchschnittlich 420 Euro aufgebracht werden – der fünfthöchste Wert in Deutschland.

Platz 7: Darmstadt
4 von 11

Zu den weiteren Faktoren des Indexes zählen beispielsweise das generelle Immobilien-Angebot. Die Technische Universität Darmstadt ist auf fünf Standorte verteilt, doch das entspannt die Wohnsituation in der hessischen Stadt kaum. 66,5 Punkte bedeuten ein deutliches Plus von sechs Punkten im Vergleich zum Vorjahr und den siebten Rang.

Platz 6: Freiburg
5 von 11

Auch die Universität Freiburg kann sich gerade so zu den 100 besten Universitäten der Welt zählen (Platz 95). Alles andere als gut gestalten sich aber auch im Breisgau die Aussichten auf dem Wohnungsmarkt. Ebenso wie Darmstadt kommt Freiburg auf einen Score von 65,5 und muss ein Plus von sechs Punkten hinnehmen.

Platz 5: Stuttgart
6 von 11

Mit dem eigenen Raumfahrtzentrum kann die Universität Stuttgart punkten. Nichtsdestotrotz bittet die baden-württembergische Hauptstadt ihre Studierenden ordentlich zur Kasse. Für ein WG-Zimmer sind durchschnittlich 425 Euro fällig. Weiterhin bedeuten 73 Punkte im Anspannungs-Index den fünften Platz.

Platz 4: Hamburg
7 von 11

Inmitten der größten innerstädtischen Baustelle Europas liegt die in ihrer Form einzigartige HafenCity Universität – eine von insgesamt vier wissenschaftlichen Hochschulen der Hansestadt. Rund 53.000 Studierende scheinen bei einer 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt nicht allzu stark ins Gewicht zu fallen, doch der ohnehin schon chaotische Wohnungsmarkt der Nord-Metropole spiegelt sich dementsprechend auch im Ranking wider. Plus vier Punkte im Vergleich zum Vorjahr treiben die Punktzahl inzwischen auf stolze 74 Zähler – Rang vier.

Durch die verschärfte Situation werden die Budgets der Studenten höher belastet, wie die Zahlen des MMI-Kooperationspartners WG-Gesucht.de zeigen. Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, der verbreitetsten Wohnform der Studenten, kostet zum Semesterstart durchschnittlich 349 Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 330 Euro.

„Die Unterschiede unter den 91 Städten sind dabei unverkennbar“, sagt Annegret Mülbaier von WG-Gesucht.de: „Die höchsten Preise werden in München verlangt, mit durchschnittlich 560 Euro pro Zimmer.“

In den Top Ten der Unistädte stiegen die Mieten in den vergangenen drei Jahren laut der Untersuchung um 14 Prozent auf 436 Euro. Und die Tendenz ist in Städten mit angespanntem studentischem Wohnungsmarkt weiter deutlich steigend. Wer günstig wohnen möchte, sollte in Ostdeutschland studieren.

In den 20 Unistädten mit dem entspanntesten Wohnungsmarkt zahlen Studenten dieses Semester durchschnittlich 262 Euro pro Monat. In sieben der 91 Hochschulstandorte sei es aber auch etwas einfacher geworden, die passende Wohnung zu finden: in Bielefeld, Hannover, Kaiserslautern, Kassel, Münster, Osnabrück und Würzburg.

Trotz der vielerorts angespannten Situation zögen die Studenten weiter in die begehrten Städte – und dort auch nicht automatisch in die günstigeren Quartiere, erklärten die Forscher. Für eine entsprechende Lage mit Kneipen und Kulturangeboten machten sie eher Kompromisse bei Ausstattung und Wohnungsgröße als in weniger attraktivere Gegenden zu ziehen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
  • afp
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Wohnungsmarkt - Arm, ärmer, Student

7 Kommentare zu "Wohnungsmarkt: Arm, ärmer, Student"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Vor 3 Tagen hiess es "Arm, ärmer, Migrant."
    Was stimmt jetzt?

  • Studentenjahre sind keine Herrenjahre! Eine möblierte Bude ist immer aufzutreiben.

    Die ersten 4 Semester habe ich im Zweibettzimmer eines Studentenheims gehaust, anschließend bis zum Examen in einer möblierten Besenkammer von 6 m2. Das hat mich nicht gehindert, als Jahrgangsbester in Regelstudienzeit abzuschließen, Karriere zu machen und mit 50 den Beruf an den Nagel zu hängen.

    So bekommt man wenigstens Biß fürs ganze Leben!

  • Herr Josef H@
    Sie sind ein Rassist, wir Schlümpfe schaden niemanden.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • WOHNUNGSMARKT
    Arm, ärmer, Student
    München, das viele Jahre mit besonders hohen Mieten eine Sonderstellung hatte, wird langsam von anderen Städten eingeholt. Quelle: dpa
    Bald beginnt das Wintersemester an den Unis. Höchste Zeit, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Doch häufig haben Studenten damit Probleme – mehr noch als in Vorjahren, zeigt eine Studie, die 91 Unistandorte untersucht hat.

    ...................

    HARTZ 4 Empfänger bekommen vom Staat den Mietspiegel diktiert...und die gemeinden suchen für Flüchtlinge aber nicht für Hartz 4 Empfänger Wohnungen zu mieten.

    Nun Studenten überbieten Mietspiegeln !

    Glaubt deutschland so den Sozialen frieden zu erreichen...HERR MAAS ???


    :-)))))


  • So ein Schmarrn. Solange unsere Studiosi in Topappartements der Innenstädte oder unbedingt in den angesagten Vieterln leben müssen/wollen naja dann könnte das stimmen..
    Aber muß das sein. Sind wir nicht auch was geworden in Studentenwohnungen in der Vorstadr. Ich habe damals 30km mit der S-Bahn nach München fahren müssen,um mit meinem Budget auszukommen.

  • Mittlerweile sterben wesentlich mehr Deutsche, als Deutsche geboren werden. Auch die Zahl der Studenten dürfte nicht extrem gestiegen sein.

    Somit erscheint es wahrscheinlich dass die Studenten mit den Gästen der Kanzlerin um kleine Wohnungen konkurrieren. Da Letztere ihre Wohnungen vom Steuerzahler spendiert bekommen, haben die Studenten schlechte Chancen.

    Die Studenten werden keine andere Wahl haben als aufs Land zu ziehen, oder mit Wohnungen vorlieb zu nehmen die für die Gäste der Kanzlerin nicht in Frage kommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%