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Zukunftsvision für Deutschland? Schweden kämpft mit überhitzten Immobilienpreisen

Schweden hat das, was man in Deutschland fürchtet: überhitzte Immobilienpreise und hoch verschuldete Privathaushalte. Die Regierung hat reagiert – nur ob die Maßnahmen ausreichen, ist mehr als fraglich.
09.06.2016 - 06:13 Uhr
Für die eigene Immobilie sind Schweden bereit, sich hoch zu verschulden. Zu hoch, meint ihre Regierung.
Trügerische Idylle

Für die eigene Immobilie sind Schweden bereit, sich hoch zu verschulden. Zu hoch, meint ihre Regierung.

Stockholm Es waren ungewöhnlich deutliche Worte, die der schwedische Zentralbankchef Stefan Ingves Ende vergangener Woche aussprach. „Die Immobilienpreise und die Verschuldung der Haushalte steigen weiterhin“, erklärte er mit sorgenvoller Mine. „Dadurch sind sowohl Haushalte als auch Banken verletzbarer geworden.“

Es ist nicht das erste Mal, dass der schwedische Zentralbankchef vor der hohen Privatverschuldung warnt. Immer wieder hatte Ingves die Politik aufgefordert, Maßnahmen gegen die seiner Meinung nach zu großzügige Kreditvergabe seitens der Banken vorzugehen und die Steuervorteile für Kreditnehmer abzubauen. Tatsächlich hat die rot-grüne Minderheitsregierung in Stockholm nun reagiert: Seit dem 1. Juni müssen Immobilienkredite bis hinunter zu einer Beleihungsquote von70 Prozent mit zwei Prozent jährlich getilgt werden. Beträgt die Hypothek nur noch die Hälfte des Immobilienwertes, sinkt die jährliche Tilgung auf ein Prozent.

Wo die Preise besonders stark steigen
Wohneigentum wird teurer
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Egal ob Hamburg, Berlin oder München: Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten steigen jedes Jahr aufs Neue – mancherorts allerdings stärker als woanders. Das Immobilienportal „Immowelt“ hat aktuelle Preise für Wohnungen aus dem eigenen Angebot in den 14 größten Städten des Landes miteinander verglichen. Im Schnitt stiegen die Kaufpreise seit der letzten Erhebung 2015 von 2506,43 Euro pro Quadratmeter auf 2879,14 Euro – also um rund 14,9 Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 14: Hamburg
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Absolut betrachtet gehört die Hansestadt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3839 Euro eher zu den teureren Pflastern der Bundesrepublik. Doch im Vergleich zum Vorjahr, als der Wert bei 3677 Euro lag, ist der Preisanstieg in Hamburg noch am geringsten – er beträgt lediglich vier Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 13: Dortmund
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Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1278 Euro pro Quadratmeter liegt Dortmund im unteren Drittel der 14 größten deutschen Städte. Ein Jahr zuvor kostete der Quadratmeter noch 1193 Euro. Der Preis stieg also um sieben Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 12: Düsseldorf
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Im Regionalvergleich ist Düsseldorf etwas teurer als nahegelegene Städte wie Dortmund oder Essen. National betrachtet liegt der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit 2875 Euro jedoch ziemlich nahe am Durchschnittswert. 2015 war das noch anders: Da lag Düsseldorf mit einem Quadratmeterpreis von 2679 Euro fast 200 Euro darüber. Entsprechend gering ist die Preissteigerung: Sie beträgt sieben Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 11: Berlin
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Teurer als in Düsseldorf sind die Eigentumswohnungen in Berlin. Für einen Quadratmeter müssen Käufer hier einen Preis von 3353 Euro bezahlen. Vor einem Jahr waren das noch 3048 Euro – und damit rund zehn Prozent weniger.

(Foto: Reuters)
Platz 10: Dresden
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Frauenkirche, Schloss und Semperoper ziehen konstant Tausende Touristen an. Doch wer in Dresden eine Wohnung kaufen will, der hätte besser schon vor einem Jahr zugeschlagen. Lag der Quadratmeterpreis damals noch bei 1866 Euro, sind es heute 2057 Euro – und damit rund zehn Prozent mehr.

(Foto: dpa)
Platz 9: Frankfurt
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Mit einem Quadratmeterpreis von 4184 Euro liegt die Bankenmetropole Frankfurt deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt für Eigentumswohnungen. Seit 2015 sind die Preise um elf Prozent angestiegen – damals kostete der Quadratmeter noch 3786 Euro.

(Foto: dpa)

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