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Zuschüsse Dämmen wird noch belohnt

Die Debatte um den Klimaschutz und steigende Rohstoffpreise sorgen für einen wahren Run auf Dämmstoffe. Hausbesitzer nehmen vor allem die Isolierung des Daches in den Blick. Wer dabei zu natürlichen Materialien greift, wird mit staatlichen Zuschüssen belohnt. Doch die Förderung läuft dieses Jahr aus.

HB NÜRNBERG. Noch immer werden zur Dämmung von Dachgeschossen überwiegend fossile oder mineralische Produkte wie Steinwolle oder Polystyrol am häufigsten verwendet. Der Nachteil: Die Herstellung ist energieaufwändig, das Material nur bedingt recyclebar. Doch wenn es an das sauer Ersparte für die Renovierung geht, schlägt der günstigere Preis oft die Öko-Variante. Zu oft: 26 Millionen Kubikmeter Dämmstoffe wurden laut Bundesverbraucherschutzministerium allein 2006 verbaut. Davon waren aber nur eine Million Kubikmeter aus nachwachsenden Rohstoffen.

Dabei macht eine Initiative der Bundesregierung die höheren Kosten für Ökomaterialien wett. Das Förderprogramm "Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" des Bundesverbraucherschutzministeriums verspricht Zuschüsse, wenn Immobilienbesitzer ökologisch gewünschtes Material verwenden. Das Ministerium hat eine Liste mit 20 verschiedenen Dämmstoffen aufgelegt, die unter die Förderung fallen. Allerdings gibt es für die Ökodämmstoffe von Flachs bis Hanf nur noch dieses Jahr 25 bis 35 Euro pro Kubikmeter Zuschuss, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.

Das Problem: Bis zu 20 Prozent Wärme gehen über unisolierte Dächer verloren. Dabei ist ein Dachgeschoss als Rumpelkammer oder Wäscheboden eigentlich zu schade. Allerdings: Damit ein angenehmes Wohnklima in der Dachwohnung herrscht, darf es im Winter nicht ziehen und im Sommer nicht zu heiß sein. Die Wärmeleitfähigkeit des Materials sorgt für die ideale Dämmung. Naturdämmstoffe haben hier vergleichbare Eigenschaften wie Mineralwolle und Styropor. Bauherren und Sanierer können deshalb – so die Experten – auf das ökologisch korrekte Material zurückgreifen.

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