Immobilienmarkt: Deutsche Bank: Der Preisrückgang bei Immobilien ist nur temporär
Die hohen Kosten für den Neubau führen dazu, dass manche Projekte auf Eis gelegt werden. Damit sinkt das Angebot – obwohl die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist.
Foto: dpaFrankfurt. Am Immobilienmarkt geht die Angst vor einem Ende des langjährigen Booms um: Experten berichten, dass vereinzelt die Preise für Wohnungen und Häuser fallen – oder zumindest nicht mehr so stark steigen wie in der Vergangenheit.
Die Deutsche Bank konstatiert nun in einer aktuellen Analyse: In den vergangenen Monaten habe es einen „Unsicherheitsschock in der Immobilienbranche“ gegeben. Doch das Geldhaus gibt Entwarnung: Es handele sich aktuell eher um eine „Verschnaufpause als das Ende des Preiszyklus“.
Immobilienmarkt: Deutsche Bank geht nun von anderen Annahmen aus
Bislang hatte vor allem die Warnung der Deutschen Bank vor fallenden Preisen am Markt für Diskussionen gesorgt: In einem Interview sagte Analyst Jochen Möbert im Frühjahr, dass der Preisboom am deutschen Immobilienmarkt 2024 enden könnte – oder gar früher. „Wir sind jedenfalls ziemlich sicher, dass der Immobilienboom in Deutschland in dieser Dekade endet – und dies eher früher als später.“
In seiner jüngsten Studie geht Deutsche-Bank-Experte Möbert nun aber von anderen Annahmen aus. Zunächst verweist er auf die immensen Kosten, unter der die Baubranche leidet. Sie sind eine Folge der Lieferengpässe und des Ukrainekriegs. Die Kosten am Bau hätten im Mai mehr als 17 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Laut Möbert ist das ein 50-Jahreshoch.