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Aktie im Fokus Anleger feiern Absage der Umbau-Pläne: Kurs von Thyssen-Krupp steigt um 28 Prozent

Die Nachricht von der Absage der Aufspaltungs- und Fusionspläne des Konzerns hat Auswirkungen auf die Aktie: Sie gewinnt deutlich.
Update: 10.05.2019 - 18:37 Uhr Kommentieren
Die Börsenreaktion fällt überdeutlich aus. Quelle: dpa
Schutzhelm mit Thyssen-Krupp-Logo

Die Börsenreaktion fällt überdeutlich aus.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Neuigkeiten aus der Konzernzentrale von Thyssen-Krupp sorgen für Freude auf dem Börsenparkett. Nachdem am Freitagmorgen bekanntgeworden war, dass der Ruhrkonzern sowohl die Konzernaufspaltung als auch die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata ad acta legt, gewinnen Anteilsscheine des Industrie-Riesen rasant an Wert.

Zum Handelsschluss lag die Thyssen-Krupp-Aktie 28 Prozent im Plus bei 14,40 Euro. Wenig überraschend setzte sich das Papier damit an die Dax-Spitze.

Der Leitindex stagnierte mit 12.059 Punkten bei einem leichten Plus von 0,7 Prozent. Etwa acht Prozent der gewonnenen Punkte entfallen auf Thyssen-Krupp. Dabei hat der Konzern die geringste Marktkapitalisierung aller 30 Einzelwerte.

Die Reaktion an der Börse zeigt deutlich: Die Aktionäre sind erleichtert angesichts der abgesagten Pläne. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Performance der Anteilsscheine arg unter den Vorhaben gelitten.

Der Konzern hat allein im vergangenen Jahr, als die Pläne immer konkreter wurden, etwa die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt. Der Preis für eine Aktie fiel von fast 23 Euro auf zuletzt 11,17 Euro – der tiefste Stand seit 15 Jahren.

„Der Aktienkurs zeigt deutlich, dass die Anleger dem eingeschlagenen Weg nicht vertrauen“, sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka Investment bereits zu Wochenbeginn der Funke-Mediengruppe. „Eine Spaltung sehen wir eher kritisch.“ Deka zählt zu den Großinvestoren bei Thyssen-Krupp.

Der Konzern hatte eigentlich geplant, die Stahlsparte mit dem Wettbewerber Tata Steel zu fusionieren und damit einen dominanten Player am Markt zu formen. Außerdem sollte das Unternehmen in zwei Einzelfirmen aufgeteilt werden, einen Werkstoff- und einen Technologiekonzern.

Von beiden Plänen nimmt Vorstandschef Guido Kerkhoff nun Abstand. Am Mittag kündigte er aber in einer Telefonkonferenz an, dass das Unternehmen nun im Zuge seiner Neuausrichtung 6000 Stellen abbauen werde. Davon sollen laut Kerckhoff zwei Drittel auf Deutschland entfallen.

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