Aktie im Fokus Celesio leidet unter geplatzter Übernahme

Die Übernahme des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio durch den US-Konzern McKesson ist gescheitert, die Aktie des MDax-Wertes verliert achteinhalb Prozent. Derweil hat McKesson den Deal noch nicht ganz abgeschrieben.
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Die Aktie des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio verlor im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich bis zu 16 Prozent. Quelle: ap

Die Aktie des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio verlor im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich bis zu 16 Prozent.

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FrankfurtDie gescheiterte Übernahme von Celesio am Montagabend hat am Markt für Furore gesorgt. Die Aktien des im MDax notierten Stuttgarter Pharmahändlers hatten am Montag nachbörslich 16 Prozent verloren, um am Dienstag dann mit 22,10 Euro (Minus 8,5 Prozent) in den Handel zu starten. Seit Jahresbeginn hatten die Aktien mehr als fünf Prozent zugelegt.

Das Platzen des Deals sei eine Überraschung, urteilte Berenberg-Analyst Scott Bardo. Bis zuletzt war es dem US-Konzern McKesson war es nicht gelungen, wie gefordert, mindestens 75 Prozent der Aktienanteile von den Celesio-Aktionären einzusammeln. Doch ist die Übernahme für Bardo damit noch nicht vom Tisch: „Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit“, schreibt er. Zudem könnten auch andere Parteien wie etwa der US-Wettbewerber Cardinal Health Interesse anmelden.

Für den Equinet-Experten Konrad Lieder besteht auch die Chance auf eine zweite Offerte von McKesson: Die gescheiterte Übernahme sei für McKesson wie auch für Celesio von Nachteil. Alle Beteiligten dürften ein Interesse daran haben, dies durch eine zweite erfolgreiche Offerte in eine „Win-Win-Situation“ umzumünzen.

Tatsächlich bringt der US-Konzern McKesson erste Alternativen zu einer Übernahme ins Spiel. Das Unternehmen habe mit Celesio bereits seit einiger Zeit verschiedene andere Möglichkeiten sondiert, sagte McKesson-Chef John Hammergren auf einer Healthcare-Konferenz des Bankhauses JP Morgan in San Francisco.

„Ich glaube, es ist klar eine Möglichkeit für uns, ein Joint Venture mit Celesio einzugehen und gemeinsam einzukaufen“, sagte Hammergren. Solche Einkaufsbündnisse sind für Pharmagroßhändler eine Möglichkeit, sich Größenvorteile zu verschaffen. Dadurch können sie unter anderem günstigere Lieferverträge mit Generikafirmen aushandeln.

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