Aktie im Fokus Wirecard erneut auf Talfahrt

Anonyme Betrugsvorwürfe haben Wirecard-Aktien am Dienstag erneut zugesetzt. Die Aktie fiel um bis zu sieben Prozent. Ist das Unternehmen erneut Opfer einer Attacke von Spekulanten?
Geldwäschevorwürfe belasten den Kurs. Quelle: obs
Wirecard

Geldwäschevorwürfe belasten den Kurs.

(Foto: obs)

DüsseldorfErneute anonyme Betrugsvorwürfen haben Wirecard-Aktien am Dienstag erneut zugesetzt. Die Papiere des Online-Zahlungsabwicklers fielen bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen um bis zu sieben Prozent auf 34,60 Euro und waren damit Schlusslicht im TecDax. Die enttäuschenden Zahlen des Konkurrenten Worldpay spielten für den aktuellen Wirecard-Kurs nur eine untergeordnete Rolle, sagte ein Händler.
In einer am Montag im Internet veröffentlichten Studie wirft die bis vor kurzem völlig unbekannte Analysefirma Zatarra Research Wirecard erneut Geldwäsche vor. Die Aktien des deutschen Unternehmens schlossen daraufhin knapp vier Prozent im Minus. Ein Sprecher des Zahlungsabwicklers betonte, die Äußerungen seien ebenso wie in der vorangegangenen Studie „inkorrekt, irreführend und ohne jede Substanz.“

Warum an den Börsen 2015 die Hölle los war
Volatilität
1 von 7

2015 war ein aufregendes Börsenjahr. Selten zuvor haben die Kurse so stark geschwankt. Vor allem in Asien sprangen die Börsen wild hin und her. Doch trotz der Schwankungen blieben die Anleger dem Handel nicht fern. Einer Auswertung der World Federation of Exchanges zufolge stieg im asiatisch-pazifischen Raum die gesamte Marktkapitalisierung 2015 um zehn Prozent.

Wert der gehandelten Aktien
2 von 7

Insgesamt wurden 2015 Aktien im Wert von rund 114 Billionen Dollar (104 Milliarden Euro) gehandelt. Verglich mit den 81 Billionen Dollar 2014 ist das eine Steigerung von 41 Prozent. Für den deutlichen Wertzuwachs war vor allem die Handelsaktivitäten in Asien verantwortlich. Dort stieg der Wert der gehandelten Papiere um satte 127 Prozent auf knapp 54 Billionen Dollar.

Handelsaktivität in China besonders hoch
3 von 7

An den Börsen in China wuchs die Handelsaktivität überproportional an. Der Wert der gehandelten Aktien stieg hier um sage und schreibe 218 Prozent von 13,5 auf 43 Billionen Dollar an, was einen Großteil des Wertes gehandelter Aktien im gesamten asiatisch-pazifischen Raum ausmacht.

Anzahl der Trades
4 von 7

Auch bei der Anzahl der Trades erfuhren die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum einen deutlichen Zuwachs. Waren es 2014 noch acht Milliarden abgeschlossene Geschäfte stieg die Zahl im vergangenen Jahr um 94 Prozent auf 15,5 Milliarden. Damit wurde ein Großteil der weltweiten Aktiengeschäfte dort ausgeführt. Insgesamt wurden 23,7 Milliarden Trades abgeschlossen (+ 55 Prozent).

Weltweite Marktkapitalisierung
5 von 7

Während die Marktkapitalisierung im Asien 2015 stieg, sank die weltweite Marktkapitalisierung um 1,3 Prozent auf 67 Billionen Dollar. In Nord- und Südamerika sank sie um fast acht Prozent. In Europa und Afrika ging sie um drei Prozent zurück.

Börsengänge
6 von 7

Die Zahl der Börsengänge ist 2015 um 9,6 Prozent gestiegen, obwohl die Investitionen um 17 Prozent von 242 auf 202 Milliarden Dollar gesunken sind. Die Investitionen in bereits gelistete Papiere hingegen stiegen um 41 Prozent auf 914 Milliarden Dollar.

Derivate
7 von 7

Der Derivatehandel verzeichnete einen Anstieg um 11,6 Prozent. Vor allem die Kapriolen an den Rohstoff- und Devisenmärkten ließ viele Anleger bei Derivaten zugreifen.

Hinter der fragwürdigen Studie des bis dato völlig unbekannten Analysehauses „Zatarra Research“ steht nach Einschätzung von Experten allem Anschein nach eine Attacke von Spekulanten. „Wir nehmen an, dass die Verbreitung des Berichts unseren Aktienkurs negativ beeinflussen sollte“, erklärte eine Unternehmenssprecherin von Wirecard bereits vergangene Woche.

Ende Februar hatte Zatarra mit Betrugsvorwürfen Wirecard einen Tagesverlust von knapp 22 Prozent eingebrockt. Die neuen Vorwürfe veröffentlichte der Autor unter einer neuen, erst vor wenigen Tagen eingetragenen Internet-Adresse.

Dem Analysten Oliver Pucker vom Bankhaus Oddo Seydler liefere die Zatarra-Studie keine harten Beweise für ein Fehlverhalten des Unternehmens. Er halte daher an seiner Kaufempfehlung und dem Kursziel von 45 Euro fest.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Aktie im Fokus - Wirecard erneut auf Talfahrt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%