Aktie legt zu Daimler-Deal beflügelt Rolls-Royce

Rolls-Royce will Daimler dessen 50-prozentige Beteiligung am Friedrichshafener Motorenbauers Rolls-Royce Power Systems abkaufen. Der bevorstehende Deal verleiht der Aktie des britischen Triebwerk-Herstellers Flügel.
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Die Rolls-Royce-Kühlerfigur „The Spirit of Ecstacy“: Vor dem Deal mit Daimler setzt die Aktie von Rolls-Royce zum Höhenflug an. Quelle: AFP

Die Rolls-Royce-Kühlerfigur „The Spirit of Ecstacy“: Vor dem Deal mit Daimler setzt die Aktie von Rolls-Royce zum Höhenflug an.

(Foto: AFP)

London/FrankfurtDie Komplett-Übernahme des Friedrichshafener Motorenbauers Rolls-Royce Power Systems hat Rolls-Royce am Montag beflügelt. Die Aktien des stiegen um 2,5 Prozent auf 1051 Pence und waren damit Spitzenreiter im Londoner Auswahlindex FTSE.

Rolls-Royce will Daimler dessen 50-prozentige Beteiligung an dem früher unter dem Namen Tognum firmierenden Unternehmen für mehr als zwei Milliarden Euro abkaufen. „Am Markt herrscht die Einschätzung, dass sie nun weitere Synergien in einem langfristig wachsenden Markt heben können“, sagte Aktienhändler Adam Seagrave von der Saxo Bank. Analyst Sandy Morris sagte, dank des Deals eine Verbesserung des Gewinns um fünf bis sechs Prozent voraus. Daimler notierten 0,6 Prozent fester.

Von wegen Baby-Benz
25th annual North American Interational Auto Show in Detroit
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Seit 1993 steht die C-Klasse als Synonym für die Mittelklasse bei Mercedes. Eine im wahrsten Sinn des Wortes vitaminreiche Zutat zum Produktportfolio der Schwaben. Nur die E-Klasse ist für Umsatz und Ertrag bei den Schwaben wichtiger als die C-Klasse, deren neueste Generation jetzt auf der Automesse in Detroit ihre Premiere feierte.

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Mehr als zehn Millionen Einheiten hat Mercedes von seiner Mittelklasse in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten gefertigt. Kommen noch die 1.879.629 Exemplare des von 1982 bis 1993 gebauten Vorhängers Mercedes 190 hinzu, unterstreichen alleine die Produktionszahlen die Bedeutung der Modellreihe für den Hersteller.

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Im März steht die neue Generation der Baureihe zu Preisen ab 33.558 Euro für den C 180 bei den deutschen Händlern. Wenig später folgt die Kombi-Variante, die ihre Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon feiern wird.

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Inzwischen hat die einst als „Baby-Benz“ gestartete Baureihe in den Abmessungen fast die E-Klasse erreicht. Sie rollt als eine Art Miniatur-Ausgabe der S-Klasse zu den Kunden und setzt damit eine Tradition fort. Als vor inzwischen gut 30 Jahren der Mercedes 190 entwickelt wurde, hatten die Ingenieure den Auftrag, sich vor allem an der größten Stuttgarter Baureihe zu orientieren. Mit einer Länge von 4,69 und einem Radstand von 2,8 Metern kommt die neue C-Klasse nun also der E-Klasse nahe, bringt aber trotz des Zuwachses um zehn Zentimeter in der Länge gut 100 Kilo weniger auf die Waage.

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Wie bisher gibt es das Modell mit zwei Gesichtern: einer konservativen Front mit Stern auf der Motorhaube (hinten im Bild) und einer aggressiver gestalteten Frontpartie mit wuchtigem Stern, der in den Kühlergrill integriert ist.

huGO-BildID: 34621916 A new Mercedes C-Class sedan is presented, Monday, Jan. 13, 2014, at the North American International Auto Show in Detroit, Mic
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Doch auch mit dem vermeintlich konservativeren Kühlergrill trägt die neue C-Klasse dick auf. Nicht nur im Rückspiegel des Vordermanns kann die „kleine“ Limousine leicht mit der großen S-Klasse verwechselt werden.

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Beim Design setzen die Stuttgarter Kreativen bewusst auf eine neue Formensprache, die sich vollkommen vom Vorgänger-Modell löst und nicht auf Evolution setzt. Die neue C-Klasse ist dennoch auf Anhieb als Mercedes erkennbar und kombiniert Elemente aus der A- und S-Klasse, was aber alles andere als widersprüchlich wirkt und einen Auftritt zur Folge hat, bei dem eine unerwartet harmonische Mischung aus Dynamik und Gediegenheit entsteht.

Die Titel von Wartsila brachen dagegen an der Börse Helsinki um bis zu 5,4 Prozent ein. Nach dem Daimler-Deal erscheine ein Offerte von Rolls-Royce für den finnischen Motorenbauer weder notwendig noch finanzierbar, betonte Analyst Pekka Spolander von Pohjola Markets. Mit einem Wartsila-Börsenwert von rund acht Milliarden Euro könne Rolls-Royce diese Übernahme kaum stemmen.

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