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Aktie unter der Lupe Linde liegt auf Erfolgskurs

Als das Linde-Management vor drei Tagen offiziell die Übernahme des britischen Konkurrenten BOC angekündigte, machte die Aktie des Wiesbadener Industriegase-Herstellers umgehend einen Sprung: Sie stieg um satte 7,5 Prozent auf 70,45 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit acht Jahren.
  • Swantje Hirsch

FRANKFURT. Auch wenn das Papier am Mittwoch drei Prozent fiel, darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass sich der Kurs in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht hat.

Für Analysten ist das nicht überraschend. Denn der Bedarf an Industriegasen wie Stickstoff, Sauerstoff oder Nitrogen, die Line herstellt, wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Mit der Transaktion sichert sich das Wiesbadener Unternehmen in diesem Bereich die Marktführung.

„BOC und Linde ergänzen sich regional und hinsichtlich ihrer Produkte sehr gut“, meint Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland Pfalz. Während Linde in Kontinentaleuropa über eine starke Marktposition verfügt, ist die britische BOC sehr gut in Asien, Amerika und Großbritannien vertreten. Mit ihrer positiven Einschätzung sind die Analysten nicht alleine. Auch die Commerzbank, mit zehn Prozent an Linde beteiligt, teilte am Mittwoch mit, sie werde ihre Anteile vorerst nicht verkaufen. Beobachter zweifeln allerdings, ob die Bank langfristig ihr Paket behalten wird, denn die Industriebeteiligung gehört nicht zum Kerngeschäft der Bank. Eine Verschlechterung des Kurses erwarten sie deswegen aber nicht.

„Die Aktien würden schnell einen neuen Käufer finden. Der Kurs würde dadurch noch weiter steigen“, sagt Silke Stegemann von der Landesbank Rheinlandpfalz. Von 24 Analysten empfehlen 13 die Aktie zum Kauf, zehn zu halten und nur einer der Experten rät zum Verkauf. Zu den Kursoptimisten gehört Stefan Augustin von der BHF-Bank. Er veranschlagt ein Kursziel von 79 Euro. Noch höher bewertet Christian Weiz von der Hypo-Vereinsbank die Kurschancen. Er setzt das Kursziel auf 81 Euro.

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