Aktie unter der Lupe: Marken, Marktmacht, Dividende: Das macht Unilever interessant
Die Unilever-Aktie notiert mehr als ein Viertel unter ihrem Allzeithoch.
Foto: ReutersFrankfurt. Nahrungsmittel, Pflege und Kosmetik und dazu noch Haushaltsprodukte: Kaum ein Konsumgüterkonzern ist so breit aufgestellt wie Unilever. Jeden Tag kommen nach Angaben des Konzerns rund 2,5 Milliarden Menschen in 190 Ländern mit einer der mehr als 400 Unilever-Marken in Berührung. Dazu gehören Knorr, Pfanni, Langnese, Ben & Jerrys, Dove, Rexona, Domestos und Viss.
Auch Investoren hat Unilever viel zu bieten – gerade im aktuellen Umfeld mit steigender Inflation und nachlassendem Wirtschaftswachstum. Konsumgüter des täglichen Bedarfs sind auch in Krisenzeiten gefragt, und Unilever gehört zu den Unternehmen, die höhere Preise durchsetzen können. Außerdem macht die stabile Dividende die Aktie in Zeiten mit immer noch niedrigen Zinsen attraktiv.
Trotzdem ist die Unilever-Aktie unter die Räder gekommen. Seit Jahresanfang hat sie rund elf Prozent verloren, und sie liegt sogar über ein Viertel unter ihrem vor mehr als zwei Jahren erreichten Allzeithoch von mehr als 53 Pfund.
Tom Wildgoose, Fondsmanager bei Nomura Asset Management, findet den Kursverfall nicht gerechtfertigt. Unilever sei ein „ziemlich gutes Qualitätsunternehmen, das unterhalb seines inneren Wertes notiert“. Damit meint der Fondsmanager, dass die Aktie an der Börse unterbewertet ist. Wildgoose hält in seinem „Global High Conviction Fund“ nur 23 und damit sehr wenige Aktien, von denen er vollkommen überzeugt ist. Unilever ist seit mehr als einem Jahr eine davon.