Aktienmärkte: Zockerboom: Ist die Angst vor einer Kursblase berechtigt?
Da Anleihen kaum noch Rendite bringen, sind Aktien im Vergleich attraktiver.
Foto: dpaFrankfurt. Blase oder nicht Blase? Das ist zurzeit die entscheidende Frage für Anleger. Eine sichere Antwort bekommt man nur, wenn die Kursblase platzt – dann war es eine. Wenn das nicht passiert, bleibt bei hohen Börsenkursen weiterhin die Angst, man könnte in einer stecken. Es gibt spezielle Kennzahlen, um die Frage zu beantworten, wie groß das Risiko ist. Und vor allem eine, die nach dem legendären Investor Warren Buffett benannt ist, funkt Alarm.
Insgesamt gilt: Die Kurse sind hoch, aber noch nicht so übertrieben hoch wie zur Zeit der Dotcom-Blase. Doch die Kombination von niedrigem Wachstum, kaum vorhandenen Zinsen und hohen Schulden, die letztlich die Aktienkurse nach oben spült, ist nicht ohne Gefahr.
Die US-Aktienmärkte geben weltweit die Richtung vor. Und gerade hier haben die Langeweile im Lockdown und die Verfügbarkeit günstiger Börsen-Apps wie Robinhood einen Zockerboom unter jungen Amerikanern ausgelöst, der an die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende erinnert, bei der Internetwerte hochgetrieben wurden – und anschließend kollabierten.