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Aktiensplit Aus einer Aktie werden zehn – Puma wirbt um Kleinaktionäre

Die gut 500 Euro teure Aktie soll bald nur noch ein Zehntel kosten – mithilfe eines Aktiensplits. Neue Aktionäre können dann für wenig Geld einsteigen.
Update: 04.03.2019 - 15:06 Uhr Kommentieren
Eine Aktie des Sportartikelherstellers kostet zurzeit rund 500 Euro. Quelle: dpa
Puma

Eine Aktie des Sportartikelherstellers kostet zurzeit rund 500 Euro.

(Foto: dpa)

HamburgPuma will attraktiver für Kleinanleger werden. Der Sportartikelhersteller macht daher die Aktie optisch billiger: Aktuell bekommen Anleger für 502 Euro gerade einmal eine Aktie. Künftig soll es für dasselbe Geld zehn Aktien geben.

Dazu sollen die Aktien gesplittet werden: Das heißt, eine alte Aktie wird in zehn neue getauscht. Für die bestehenden Anleger ändert sich am Wert ihres Investments nichts. Künftige Kleinanleger können aber flexibler handeln, da sie bald schon mit einem zweistelligen Betrag einsteigen können – so, wie das bei den meisten populären deutschen Aktien möglich ist.

Den Aktiensplit haben laut einer Mitteilung von Puma am Montagmittag Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen. Der Vorschlag der beiden Gremien muss nun noch von der Hauptversammlung bestätigt werden. Ziel sei es, die Aktie für Kleinanleger attraktiver zu machen, sagte ein Puma-Sprecher auf Anfrage.

Speziellen Nachholbedarf bei Kleinaktionären habe Puma nicht ausgemacht, wolle aber den Preis je Aktie auf ein ähnliches Niveau wie bei anderen Unternehmen im MDax bringen. Puma ist im Juni 2018 in diesen Mittelwerte-Index aufgenommen worden. Die Puma-Titel sind mit großem Abstand die teuersten Aktien im MDax – vor dem Flugzeugausrüster MTU mit knapp 192 Euro. In den drei großen deutschen Börsenindizes kosten nur Rational-Aktien mit 578 Euro mehr.

Gut 54 Prozent der Puma-Aktien befinden sich im Streubesitz. Größter Einzelaktionär ist die französische Unternehmerfamilie Pinault mit gut 28 Prozent, der Luxuskonzern Kering hält knapp 16 Prozent.

Für die Großaktionäre dürfte der Aktiensplit unerheblich sein. An Kennzahlen zur Bewertung des Papiers wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis ändert sich durch die Operation nichts. Schließlich verteilt sich der Gewinn auf mehr Aktien, die aber proportional weniger Kosten. Ähnlich verhält es sich mit der Dividende.

Die Puma-Aktie, die Anfang des Jahrhunderts noch unter 20 Euro notiert hatte, überschritt schon im Jahr 2003 die Schwelle von 100 Euro und wird seitdem durchgehend zu einem dreistelligen Preis gehandelt. Besonders seit 2016 ist die Aktie ähnlich wie die des Herzogenauracher Lokalrivalen Adidas weiter deutlich gestiegen.

Der Aktiensplit ist somit auch ein Signal, dass das Unternehmen in Zukunft mit keinem sehr deutlichen Kursrücksetzer rechnet. Zuletzt hatte Puma seine Jahresziele übertroffen. Analysten bewerten das Papier derzeit im Schnitt mit „halten“ und gehen tendenziell von einem leichten Kursrückgang aus. Die Adidas-Aktie notiert momentan bei 217 Euro. Das Papier ist erst seit 2016 dreistellig bewertet.

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