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Analyse EZB verliert mit neuem Refi Flexibilität - Wirkung fraglich

Mit der hohen Zuteilung beim erstmals durchgeführten Jahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) von rund 442 Mrd. Euro verliert die Notenbank laut WestLB deutlich an geldpolitischer Flexibilität.

dpa-afx DÜSSELDORF. Mit der hohen Zuteilung beim erstmals durchgeführten Jahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) von rund 442 Mrd. Euro verliert die Notenbank laut WestLB deutlich an geldpolitischer Flexibilität. Dies gelte insbesondere für die Möglichkeiten eines kurzfristigen Gegenteuerns auf dem Geldmarkt, heißt es in einer Studie vom Mittwoch. Zum anderen beeinträchtige der neue Tender aber auch die "Exit-Strategie" aus der aktuell hohen Liquidität am Geldmarkt. Das Gesamtvolumen der Refinanzierungsgeschäfte sei mit dem Jahrestender auf knapp 900 Mrd. Euro gestiegen und damit in die Nähe der Höchstwerte in der Finanzkrise.

Diese hohe Überschussliquidität dürfte laut WestLB vor allem die Zinssätze auf dem Geldmarkt reduzieren. Ob sich aber die Kreditvergabe an die Unternehmen erhöhe, bleibe "mehr als fraglich". So sei weniger der Mangel an Liquidität für die zurückhaltende Kreditvergabe verantwortlich, als vielmehr das knappe Eigenkapital der Banken und die hohe Risikoscheu. Zudem leide die Bonität der Unternehmen unter der Wirtschaftskrise. "In dieser Phase dürften sich sowohl Kreditgeber als auch Kreditnehmern zweimal überlegen, ob eine Investition sinnvoll ist."

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