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Analysten loben die vergleichsweise hohe Gewinnmarge der irischen Fluggesellschaft Ryanair-Titel nach Kurssturz wieder gefragt

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„Die Gewinnmargen bei der irischen Fluggesellschaft sind doppelt so hoch wie bei der Konkurrenz“, pflichtete von den Brul bei. Er rät daher weiterhin zum Kauf und sieht in dem letzten Kurseinbruch sogar eher eine Chance. „Der Markt hat überreagiert, die Aktien sind somit momentan sehr günstig bewertet“, sagt der Analyst, der als Kursziel 6,10 Euro angibt – was einem Potenzial von über 20 Prozent entspricht.

Auch die anstehende Entscheidung aus Brüssel sollte den Kurs nicht weiter drücken, meinen die Finanzexperten. Die EU-Wettbewerbshüter haben nicht nur die Haftung der Fluglinien bei Verspätungen und Überbuchungen verschärft. Zusätzlich werden zurzeit Preisnachlässe auf die Start- und Landegebühren überprüft – also staatliche Subventionen–, die Ryanair am belgischen Provinzflughafen Charleroi in den letzten drei Jahren erhalten hat. Branchenexperten beziffern die möglichen Rückzahlungsforderungen auf vier bis sieben Millionen Euro.

„Die potenziellen Verluste sind längst eingepreist“, sagt Horstmann. Außerdem hat Ryanair bereits angekündigt, im Falle einer unvorteilhaften Entscheidung der Kommission Berufung einzulegen. „Notfalls werden die Iren einfach nur noch private Flughäfen ansteuern, mit denen die Fluggesellschaft die Start- und Landegebühren frei verhandeln kann“, meint Analyst Czerwensky. Denn schon jetzt sind nach Unternehmensangaben vier Fünftel der angeflogenen Airports in privaten Händen.

Neben Ryanair und dem größten Konkurrenten Easyjet sind bisher nur wenige Billigflieger an der Börse notiert. Da viele große Reisekonzerne mit Germanwings (Lufthansa) oder Hapag-Lloyd-Express (Tui) auf die preiswerte Konkurrenz mit einer eigenen Low-Cost- Flotte reagiert haben, bekommen auch sie den Preisdruck zu spüren. „Der Einfluss auf den Aktienkurs ist zurzeit sehr gering“, meint Czerwensky. Dazu sei das Umsatzvolumen der Billigtöchter einfach zu gering. Auch seien weitere Börsengänge zurzeit so gut wie ausgeschlossen.

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