Anhaltende Rally: Wohnen bleibt hoch im Kurs – Warum Immobilienaktien ihre Vergleichsindizes übertreffen
Die Deutsche Wohnen kauft sich in den Pflegeimmobilienmarkt ein.
Foto: picture alliance / ZB/euroluftbiDüsseldorf. Deutschlands Immobilienaktiengesellschaften hatten in diesem Jahr einen mächtigen Unterstützer: den Handelskrieger Donald Trump. Der Streit über höhere Zölle zwischen dem US-Präsidenten und der Europäischen Union (EU) sowie China hat die Furcht vor einem Wachstumseinbruch in Europa geschürt. In einem solchen Umfeld sind Zinserhöhungen unwahrscheinlich. Das ist eine gute Voraussetzung für weiter steigende Kurse von Immobilienaktien.
Ob Wohnungsriese Vonovia im Dax oder die Riege der sechs MDax-Immobilientitel: Bis auf die Deutsche Euroshop schnitten sie in den vergangenen sechs Monaten besser ab als ihre Referenzindizes. Bis zu 30 Prozent Kursplus wurden erzielt.
Immobilienaktienanleger schauen primär auf die Kapitalmarktzinsen und somit auf die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe. Zum Jahresanfang wurde für diese Anleihe eine Rendite von einem Prozent erwartet. Aktuell bewegt sie sich um 0,4 Prozent.
„Immobilienaktien haben im ersten Halbjahr davon profitiert, dass die Zinsen weniger gestiegen sind als erwartet“, sagt Bernd Janssen, Analyst beim auf Immobilienwerte spezialisierten Beratungsunternehmen VictoriaPartners.