Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Anlagestrategie Dax – rein oder raus?

Die Geldschwemme der Notenbanken hat den Dax auf Höchststände getrieben. Doch damit steigt auch das Risiko. Was spricht für, was gegen steigende Kurse? Und wie steuern Anleger ihr Depot intelligent.
14 Kommentare
Die schweizerische Nationalbank in Bern dürften mit ihren Aktien-Neuzugängen ordentlich Geld verdient haben. Quelle: ap

Die schweizerische Nationalbank in Bern dürften mit ihren Aktien-Neuzugängen ordentlich Geld verdient haben.

(Foto: ap)

Düsseldorf „Wenn ein Schweizer Bankier aus dem Fenster springt, kann man ihm getrost folgen – da ist sicher noch Geld zu verdienen“, spottete der große Aufklärer Voltaire. Nun denn, folgen wir den Schweizern: Deren Notenbanker kaufen Aktien wie entfesselt. 15 Prozent ihrer Devisenreserven hatten sie Anfang April in Aktien, Papiere für knapp 67 Milliarden Franken (54 Milliarden Euro).

Gemessen an der Entwicklung von Devisenreserven und Weltbörsen, dürften die Schweizer Nationalbanker von Januar bis April für rund 14 Milliarden Euro Aktien zugekauft und seither gut 200 Millionen Euro Kursgewinne verbucht haben. Auch die Zentralbanken von Japan, China und Korea wollen mehr Aktien kaufen.

Was spricht für, was gegen steigende Kurse? Sollen Anleger rein oder raus aus dem Aktienmarkt?

Deutsche Privatanleger sehen der Hausse zu – wieder mal. 55 Prozent der Dax-Aktien, so Ernst & Young, liegen in ausländischen Depots. 2005 waren es 41 Prozent. Nur noch sieben Prozent lassen sich deutschen Privatanlegern zuordnen: Trotz historisch niedriger Erträge mit Zinspapieren halten sie nur noch 250 Milliarden Euro in Aktien, fünf Prozent der Vermögen. „Die Verluste aus den Jahren 2001 und 2002 wirken immer noch nach“, sagt der Münchner Anlage-Verhaltensforscher Andreas Beck.

Elf günstige Aktien aus attraktiven Nischen

BORUSSIA DORTMUND GMBH&CO.KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005493092
Börse
L&S

+0,10 +1,13%
+9,35€
Chart von BORUSSIA DORTMUND GMBH&CO.KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Borussia Dortmund
1 von 11

Unternehmen/Branche: Borussia Dortmund/Fußball

Kurs (Euro): 3,28

Börsenwert¹: 202

Streubesitz²: 81

Umsatz1,³ 2012/13: 189/240

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,09/0,45/0,39

KGV3,4 2012/13: 6,8/7,9

1 in Millionen Euro; 2 Anteil des Aktienkapitals in Prozent, das nicht in Besitz von Großanlegern ist; 3 2013 = geschätzt; 4 Kurs-Gewinn-Verhältnis;
5 gebrochenes Geschäftsjahr ; Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben, Bankenstudien, eigene Schätzungen

BECHTLE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005158703
Börse
L&S

-2,30 -2,33%
+96,00€
Chart von BECHTLE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Bechtle
2 von 11

Unternehmen/ Branche: Bechtle/IT-Dienstleistungen

Kurs (Euro): 34,25

Börsenwert¹: 729

Streubesitz²: 59

Umsatz1,³ 2012/13: 2096/2198

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 2,99/2,69/3,09

KGV3,4 2012/13: 11,4/11,3

Conwert

WKN
ISIN
Börse

Chart von Conwert
Conwert
3 von 11

Unternehmen/ Branche: Conwert/Immobilienverwaltung

Kurs (Euro): 8,63

Börsenwert¹: 741

Streubesitz²: 61

Umsatz1,³ 2012/13: 365/228

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,28/Verlust/0,41

KGV3,4 2012/13: Verl./15,8

ECKERT & ZIEGLER STR.-U.MED.AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005659700
Börse
L&S

-5,40 -3,34%
+156,40€
Chart von ECKERT & ZIEGLER STR.-U.MED.AG INHABER-AKTIEN O.N.
Eckert & Ziegler
4 von 11

Unternehmen/ Branche: Eckert & Ziegler/Medizintechnik

Kurs (Euro): 26,08

Börsenwert¹: 139

Streubesitz²: 68

Umsatz1,³ 2012/13: 120/125

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 1,98/1,95/2,24

KGV3,4 2012/13: 15,2/11,7

EVOTEC SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005664809
Börse
L&S

+0,01 +0,08%
+19,75€
Chart von EVOTEC SE INHABER-AKTIEN O.N.
Evotec
5 von 11

Unternehmen/ Branche: Evotec/Biotechnologie, Pharma

Kurs (Euro): 2,64

Börsenwert¹: 320

Streubesitz²: 60

Umsatz1,³ 2012/13: 87/99

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,06/0,02/0,11

KGV3,4 2012/13: 135,4/36,4

FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000FPH9000
Börse
L&S

+0,01 +0,29%
+3,43€
Chart von FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG INHABER-AKTIEN O.N.
Francotyp Postalia
6 von 11

Unternehmen/ Branche: Francotyp Postalia/Logistik

Kurs (Euro): 2,55

Börsenwert¹: 41

Streubesitz²: 77

Umsatz1,³ 2012/13: 165/168

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): Verlust/0,24/0,36

KGV3,4 2012/13: 11,4/5,6

GFT TECHNOLOGIES SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005800601
Börse
L&S

+0,33 +4,21%
+8,05€
Chart von GFT TECHNOLOGIES SE INHABER-AKTIEN O.N.
GFT Technologies
7 von 11

Unternehmen/ Branche: GFT Technologies/Software5

Kurs (Euro): 3,54

Börsenwert¹: 94

Streubesitz²: 71

Umsatz1,³ 2012/13: 231/236

Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,31/0,32/0,34

KGV3,4 2012/13: 11,2/10,4

Anders als 2000 werden Aktien noch nicht gehyped: „Weder grinst der Dax täglich von der Titelseite der ,Bild‘, noch drücken die Berater der Banken sie ihren Kunden aggressiv in die Depots“, weiß Philipp Vorndran, Anlagestratege bei Flossbach von Storch. Auch die Umfragen des Markttechnikers Joachim Goldberg signalisieren keine Euphorie. 40 Prozent der Profi-Anleger erwarten steigende, fast genau so viele – 37 Prozent – fallende Kurse. Solche Werte sind gesund: Wer optimistisch ist, hat schon Aktien gekauft, fällt also als künftiger Nachfrager am Markt eher aus. Auch Chartanalysten geben grünes Licht. Aus ihrer Sicht gibt der Dax-Anstieg über 8350 Punkte ein Kaufsignal: Damit wurden die Hochs aus den Jahren 2000 und 2007, die nur zäh zu überwinden sind, erstmals deutlich überboten. „Wir könnten am Beginn eines langfristigen Aufwärtstrends im Dax stehen“, sagt Jörg Scherer, Chef der technischen Analyse bei HSBC Trinkaus.

Auch der Markt für Börsengänge (IPOs) signalisiert noch keine Überhitzung. Vielen Verkäufern sind die Preise, die sie an der Börse erzielen könnten, noch zu niedrig. Erst wenn die Kurse so weit oben sind, dass Unternehmen in Massen an die Börse drängen, droht Gefahr. „Der Markt kommt nicht in Gang“, ist das Fazit des Münchner TU-Professors Christoph Kaserer in einer Analyse für die Deutsche Börse, in der von einer immer noch „tief sitzenden Verunsicherung der Anleger durch die anhaltende Krise im Euro-Raum“ die Rede ist. Kein Wunder: Die beiden einzigen großen Börsenneulinge des Jahres 2013, LEG und Evonik, dümpeln trotz Dax-Rally unter ihrem Ausgabekurs dahin. Und die Pleite des Leuchtenherstellers Hess nur vier Monate nach seinem Börsengang und Ermittlungen gegen Börsenneuling JK Wohnbau verringern das Vertrauen der Anleger.

Stagnierende Gewinne, Geldschwemme und hohe Dividenden
Seite 12345Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Anlagestrategie - Dax – rein oder raus?

14 Kommentare zu "Anlagestrategie: Dax – rein oder raus?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Lieber Herr Redakteur:Bitte schauen Sie nicht nur auf den DAX.Auch andere Indizies sind am werkeln.Der MDAX ist Ihnen doch ein Begriff oder ? Man kann ihn käuflich erwerben als sog.Partzipationszertifikat.Nun dieser MDAX hat den DAX schon seit über einem Jahrzehnt outperformt.

    Entschuldigung-musste mal gesagt werden.

  • Na ja. Also für mich klingt ihr Beitrag jetzt nicht sooo sehr nach einem Spekulanten - es klingt eher wie der Versuch ein Zerrbild eines Spekulanten zu zeichnen.

    Ein bisschen Schlucken musste ich dann doch als ich das Adjektiv 'ewig' in Pseudonym lesen musste.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • So geht's weiter:

    "Just a pause.....Butt Boy Bennie will come forward.....fart real loud.....and the rally will proceed."

  • @ Hantasilf

    Sie haben da was verwechselt.

    Ich bin der ewige Spekulant. Was interessiert mich ne Partei oder Politikergeschwätz ?!

    Ich schaue auf die Finanzmärkte und sehe eine Liquiditätsblase, aber keine gravierende Inflation in der Realwirtschaft. Dafür aber Minirenditen bei den Anleihen.

    Die Finanzmärkte hatten doch bisher absolut Recht. Die Deflation in Griechenland war schlimm und ist immer noch schlimm.

    Ich habe mich für diese Wahlen übrigens festgelegt:

    wähle die Merkel/CDU.


    Das ist so reines Bauchgefühl. Denn die Merkel strengt sich für Deutschland wenigstens an.
    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 'Denn die Minirenditen bei Anleihen könnten ja daher kommen, dass die Finanzmärkte von einer kommenden Deflation ausgehen.'

    Aber irgendwie muss sich der AfD Wähler jetzt entscheiden. Glaubt der AfD Wähler jetzt an ein Inflations- oder ein Deflationsszenario. Beides gleichzeitig wird 'irgendwie schwer';)

  • Alles Kaffeesatzleserei.

    Mein Tipp ist aber, dass der DAX ca. 10'000 Punkte erreicht und dann ist "rette sich wer kann" angesagt.

    Denn die neueste Wasserstandsmeldung ist, dass die Schuldenobergrenze in der EU (gemäß den Maastrichter Verträgen) nach oben angepasst werden soll.
    D.h. in Spanien/Frankreich geht das Prassen weiter wie gehabt - mit anschließendem Chaos ähnlich wie in Griechenland.

    Siehe hierzu: "Asmussen sieht den Stabilitätspakt in Gefahr"

    Die Schuldenquote in den USA liegt inzwischen übrigens bei knapp 120% - Tendenz klar steigend. Die Infrastruktur im Amiland zerfällt.

    Siehe "US-Infrastruktur so marode wie China in den 80ern"


    Wer in Aktien jetzt investiert, der sollte das wissen.
    Denn die Minirenditen bei Anleihen könnten ja daher kommen, dass die Finanzmärkte von einer kommenden Deflation ausgehen.

    Grundsätzlich wird sich das Japan-Szenario nicht nochmal wiederholen. Aber zwei verlorene Jahrzehnte sind für die inzwischen überschuldeten Staaten durchaus möglich.

  • "Denn anders als etwa bei den US-Aktienbarometern Dow Jones und S&P 500, fließen sie (die Dividenden) in die Berechnung des Dax mit ein."
    Wenn die Dividenden ausbezahlt werden, fallen die Kurse um diesen Betrag. Gilt das nicht für den Dax?

  • es wird noch dieses Jahr ein Adjustment im Aktienmarkt geben, bei denen sich sehr Anleger viele fuer laengere Zeit die Wunden lecken werden.
    Der Aktienmarkt reflektiert schon seit langer Zeit nicht mehr die reale Wirtschaft.

  • Haben sich irgendwelche Fundamentaldaten der DAX-Firmen verbessert? Nein, eher gilt das Gegenteil: Die Konjunktur in Europa trübt sich ein.

    Also ist der Markt allein (!) liquiditätsgetrieben.

    Das mag durchaus noch ein paar Prozente Rendite einbringen. Nur: Mit einem "Anlage"gedanken hat solch eine Zockerei dann aber auch rein gar nichts mehr zu tun..

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote