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Arzneimittelimporteur Abacus verschiebt erneut Börsengang

Das dänische Unternehmen geht nicht wie geplant am Freitag an die Frankfurter Börse. Als Grund nennt der Arzneimittelimporteur das schwierige Marktumfeld.
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Der dänische Arzneimittel-Importeur Abacus Medicine verschiebt abermals den Gang aufs Börsenparkett. Quelle: Reuters
Frankfurter Börse

Der dänische Arzneimittel-Importeur Abacus Medicine verschiebt abermals den Gang aufs Börsenparkett.

(Foto: Reuters)

FrankfurtAbacus geht doch nicht wie geplant in Frankfurt an die Börse. „Trotz des großen Interesses von Ankeraktionären“ hätte man sich entschieden, den Börsengang zu verschieben, hieß es am Mittwoch vom Unternehmen. Die Entscheidung habe man vor dem Hintergrund des aktuell ungünstigen Marktumfelds getroffen.

Flemming Wagner, CEO und Mitbegründer von Abacus, sagte: „Wir denken, dieser Schritt ist im besten Interesse unseres Unternehmens und der Aktionäre.“ Abacus machte potentiellen Investoren aber Hoffnung: Man werde das Marktumfeld weiter beobachten.
Für Abacus ist es der zweite gescheiterte Anlauf: Ein erster Versuch an die Börse zu gehen war im Herbst 2018 aus ähnlichen Gründen abgebrochen worden.

Der neue Anlauf nun hätte dem dänischen Arzneimittel-Importeur bis zu 79 Millionen Euro bringen sollen. Das Unternehmen hatte die Preisspanne für seine Titel auf 14,50 bis 16 Euro festgesetzt. Zu diesem Preis wäre Abacus an der Börse mit 160 bis 176 Millionen Euro bewertet worden.

Das 2004 gegründete Unternehmen hat sich auf den sogenannten Parallelimport teurer, verschreibungspflichtiger Arzneimittel spezialisiert. Dabei importiert es Medikamente etwa gegen Krebs, Multiple Sklerose oder Rheuma, die in der Apotheke zwischen 500 und mehreren Tausend Euro kosten, aus EU-Ländern, wo die Pharmakonzerne sie günstiger anbieten. Der größte Markt für Abacus ist Deutschland.

In den vergangenen drei Jahren sind die Umsätze von Abacus nach Angaben des Unternehmens im Schnitt um 37 Prozent gewachsen. 2018 setzte die Firma 332 Millionen Euro um und erwirtschaftete ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 15,3 Millionen Euro. Dieses Jahr soll der Umsatz um 20 bis 35 Prozent zulegen.

Der Abacus-IPO wäre der erste klassische Börsengang im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse in diesem Jahr gewesen. Die Immobilienfirma Gateway Real Estate, die es im April in den Prime Standard schaffte, war zuvor schon im Freiverkehr der Börse Stuttgart notiert. Das Wiener IT-Unternehmen Frequentis feierte Mitte Mai sein Debüt an der Frankfurter Börse, ist aber lediglich im wenig regulierten General Standard notiert.

Mehr: Flemming Wagner will als Parallelimporteur dafür sorgen, dass mehr Arzneien in der EU günstiger abgegeben werden.

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