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Baumarktkette aus der Pfalz gilt trotz Gewinneinbußen als solides Investment Analysten halten Hornbach die Stange

Harte Preiskämpfe haben im vergangenen Jahr die Margen der deutschen Baumärkte schrumpfen lassen. Der Großfilialist Hornbach-Baumarkt AG verzeichnete aufgrund der Rabattschlachten erstmals seit drei Jahren Gewinneinbußen.
  • Vera Sprothen (Handelsblatt)

DÜSSELDORF. Der Aktienkurs der Pfälzer Fachmarktkette brach ein. Dennoch stufen Branchenkenner das Wertpapier als sicheren Titel ein. Langfristig werde sich die Hornbach-Aktie trotz des starken Wettbewerbsdrucks positiv entwickeln, lautet ihre Einschätzung.

„Hornbach gehört zu den Besseren der Branche und besitzt nach wie vor eine überdurchschnittlich hohe Rentabilität“, sagt Jens Jung, Analyst bei der Frankfurter Independent Research GmbH. Er stützt sein Urteil auf den klaren Expansionskurs, den das Unternehmen derzeit verfolge.

Allein in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 (bis 29. Februar) errichtete der Konzern zehn neue Bau- und Gartencenter. 110 Baumärkte führt die Kette damit insgesamt. Der Fachanbieter mit Filialen in Deutschland, Österreich, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien und Schweden plant weitere Neueröffnungen im Ausland: Vor allem in Osteuropa und Skandinavien will die Heimwerkerkette künftig stärker Fuß fassen. „Bei dieser sehr expansiven Strategie können kleinere Baumärkte nicht mehr mithalten“, schätzt Analyst Jung.

Über verstärkte Auslandsinvestitionen will sich Hornbach vom hart umkämpften deutschen Markt lösen und seine Position festigen. Im Jahr 2003 erwirtschaftete das Unternehmen mehr als 70 Prozent seiner Erlöse im Ausland, und an Standorten wie Tschechien liegen die Margen bereits jetzt über denen des Inlands. Beobachter rechnen damit, dass die Pfälzer in Zukunft weite Teile des Do-It-Yourself-Marktes in Nord- und Mitteleuropa dominieren: Wenn die hohen Anlaufkosten der neuen Filialen sich erst einmal amortisiert hätten, werde Hornbach nicht mehr zu stoppen sein, sagt Simon Raggett, Analyst bei der niederländischen Großbank ING.

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