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Baustoff-Multi Mexikos Riese wirft Ballast ab

Als die Restrukturierung der 15 Milliarden Dollar Cemex-Schulden Mitte August in trockenen Tüchern war, fiel vor allem dem Vorstandsvorsitzenden und Gründerenkel Lorenzo Zambrano ein Stein vom Herzen. Nun sagen Analysten dem Baustoff-Multi Cemex „weniger schlechte Zeiten“ voraus.
  • Klaus Ehringfeld
Cemex-Fabrik in Mexiko. Die Umschuldung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Quelle: Cemex

Cemex-Fabrik in Mexiko. Die Umschuldung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

MEXIKO-STADT. In nur zwei Jahren hatte sich der Baustoffkonzern Cemex S.A. aus dem nordmexikanischen Monterrey von einem lateinamerikanischen Vorzeigeunternehmen mit Präsenz auf allen Kontinenten zu einem ernsthaften Pleite-Kandidaten entwickelt.

Die hohen Schulden entstanden durch den Kauf des australischen Konkurrenten Rinker, für den Cemex vor zwei Jahren 14,2 Milliarden Dollar bezahlt hatte. Dadurch verstärkten die Mexikaner ihre Präsenz auf dem US-Markt. Doch kurz darauf begann die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, und der Kauf entwickelte sich zum Klotz an Zambranos Bein.

„Die Umschuldung ist ein Meilenstein in unserer Strategie, wieder ins Lot zu kommen und die Erholung der Weltwirtschaft für uns voll auszunutzen“, sagte der Cemex-CEO kürzlich. Der Sanierungsplan sieht die Verlängerung des Zahlungsziels von 2011 auf 2014 vor. Bis Ende des Jahres muss Cemex den Gläubigerbanken nur 1,2 statt 4,2 Milliarden Dollar zurückzahlen.

Wie dringend notwendig die Umschuldung war, belegt ein Blick auf das erste Halbjahr: Der Umsatz belief sich auf nur noch 7,8 Milliarden Dollar. Zugleich stiegen die Nettofinanzschulden um vier Prozent auf 18,3 Milliarden Dollar. Inzwischen sagen Branchenexperten dem drittgrößten Zementhersteller der Welt wieder eine positive Zukunft voraus. „Es kommen weniger schlechte Zeiten auf Cemex zu“, meint Carlos Hermosillo vom Börsenhaus Vector in Mexiko-Stadt. Auch Ramon Ortíz, Analyst bei Actinver, glaubt daran, dass das Unternehmen inzwischen über den Berg ist. „Jetzt, wo das Default-Risiko beseitigt ist, ist ein enormes Gewicht von der Aktie gefallen“, sagt er.

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