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Beteiligung Investor Warren Buffett: „Wir haben für Kraft zu viel bezahlt“

Der US-Starinvestor hat eingeräumt, sich mit seinem Investment bei Kraft Heinz verspekuliert zu haben. Es gebe dennoch derzeit keine Pläne, sich von der Beteiligung zu trennen.
Update: 25.02.2019 - 20:25 Uhr Kommentieren
„Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch“, räumt der US-Investor ein. Quelle: AP
Warren Buffett

„Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch“, räumt der US-Investor ein.

(Foto: AP)

OmahaUS-Starinvestor Warren Buffett hat einen seiner seltenen Fehlgriffe offen eingeräumt. „Wir haben für Kraft zu viel bezahlt“, sagte der 88-jährige Börsenguru am Montag dem Finanzsender CNBC. „Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch.“ Kraft sei aber nach wie vor ein „wunderbares Unternehmen“ und es gebe derzeit keine Pläne, sich von der Beteiligung zu trennen.

Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte 2013 mit dem Finanzinvestor 3G zusammen zunächst den Ketchup-Hersteller Heinz übernommen und 2015 dann dessen Fusion mit dem Lebensmittelriesen Kraft eingefädelt. Doch nach massiven Abschreibungen und einem Absturz am Aktienmarkt wurde der Deal zuletzt zur Belastung. Auch deshalb rutschte Berkshire Hathaway im Schlussquartal tief ins Minus.

Buffett äußerte sich auch zu seinem Dauerproblem, Übernahmeziele zu finden, um seine massiven Cash-Reserven abzubauen. Zum Jahresende saß er mit Berkshire Hathaway auf liquiden Mitteln von rund 112 Milliarden Dollar. Dieses Geld würde Buffett gern investieren, doch im jährlichen Brief an die Aktionäre klagte er am Wochenende, dass die Preise „schwindelerregend hoch“ seien.

Im CNBC-Interview verriet Buffett nun aber, dass er im vierten Quartal dennoch kurz vor einem „sehr großen“ Zukauf gestanden habe, der jedoch nicht zustande gekommen und wohl auch keine Option mehr sei. Details wollte Buffett nicht nennen. Seit der mehr als 30 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Flugzeugteilebauers Precision Castparts 2016 hat Berkshire keinen größeren Zukauf mehr getätigt.

Außerdem äußerte sich Buffett am Montag politisch und sagte dem Medienunternehmer Michael Bloomberg seine Unterstützung zu, sollte dieser als US-Präsident kandidieren. Wenn der frühere Bürgermeister von New York seinen Hut in den Ring werfe, würde er sich für ihn aussprechen, kündigte Buffett.

„Ich glaube, er wäre ein guter Präsident.“ Er sei zwar nicht immer einer Meinung mit Bloomberg. „Aber ich denke, er weiß, wie's läuft. Er hat die richtigen Ziele für Amerika. Er versteht die Leute. Er versteht die Märkte.“ Außerdem verstehe er die Menschen, die nichts mit den Märkten zu tun hätten. Der 77-jährige Bloomberg erwägt, für die Demokraten in die Präsidentenwahl 2020 zu ziehen.

Eher ablehnend äußerte sich Buffett zu einer Kandidatur des Gründers der Kaffeehaus-Kette Starbucks, Howard Schultz. Wenn der 65-Jährige als unabhängiger Kandidat antrete, würde dies nur Amtsinhaber Donald Trump helfen, eine zweite Amtszeit zu erreichen, sagte Buffett. „Als unabhängiger Kandidat würde er jedem Demokraten die Stimmen wegnehmen. Ich denke, er würde einen echten Fehler machen.“

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  • dpa
  • rtr
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