Boeing unter Druck Aktie fällt nach Bericht über Ermittlung der US-Börsenaufsicht

Hat Boeing bei seiner Prognose zur Profitabilität seiner Großraumflieger 787 und 747 geschummelt? Ein Whistleblower hat die US-Börsenaufsicht alarmiert. Anleger ließen den Airbus-Rivalen fallen.
Ein Whistleblower hat Zweifel an der Profitabilität des 787 Dreamliner geweckt. Auch bei der Rechnung zum 747 Jumbo soll es Unregelmäßigkeiten geben. Die SEC geht den Vorwürfen nach. Quelle: dpa
Riesenflieger 787 Dreamliner

Ein Whistleblower hat Zweifel an der Profitabilität des 787 Dreamliner geweckt. Auch bei der Rechnung zum 747 Jumbo soll es Unregelmäßigkeiten geben. Die SEC geht den Vorwürfen nach.

(Foto: dpa)

New YorkEin Bericht über Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC hat den Flugzeugbauer Boeing an der Börse unter Druck gebracht. Die Regulierer prüften die Buchhaltung des Airbus-Rivalen, um zu klären, ob bei den Prognosen zur langfristigen Profitabilität der Großraumflieger 787 Dreamliner und 747 Jumbo alles mit rechten Dingen zugehe. Das meldete der Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Die Boeing-Aktie fiel im New Yorker Börsenhandel zunächst um mehr als acht Prozent. Boeing wollte den Bericht nicht kommentieren. Der Verdacht gegen das Unternehmen geht dem Bericht nach auf Hinweise eines Whistleblowers zurück, der den Aufsehern interne Dokumente geliefert haben soll.

Das sind Boeings Verkaufsschlager
huGO-BildID: 36677439 An4 American Airlines Boeing 767 awaits to take off at the Los Angeles International airport in Los Angeles on Wednesday, April
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Boeing 767

Der Großraumflieger ist bereits seit 1982 im Programm von Boeing. Seitdem wurde die Maschine mehr als 1100 Mal verkauft. Zu den Großkunden zählen besonders US-Unternehmen wie die American Airlines. Die goldenen Zeiten hat das Flugzeug aber offenbar hinter sich, 2013 lieferte Boeing nur noch 21 Stück aus. Eine 767-300ER kostete laut Boeing durchschnittlich 186 Millionen Dollar.

Schnee am Flughafen Frankfurt
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Boeing 747

Der Superjumbo ist eine Ikone der Luftfahrt. Beim Erstflug 1969 war die 747 die größte Passagiermaschine der Welt. Seitdem wurde das Flugzeug knapp 1500 Mal verkauft. Doch viele kommen wohl nicht mehr dazu: Im Jahr 2013 lieferte Boeing gerade noch 24 Maschinen aus.

New CEO of German air carrier Lufthansa Spohr and Prime Minister of Lower Saxony Weil sit inside cockpit of Boeing 747 at ILA Berlin Air Show in Selchow
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Boeing 747

Zu den letzten Großkunden des aktuellen Typs 747-8I gehört die Lufthansa. Auf der ILA in Berlin tauften Lufthansa-Chef Carsten Spohr (r.) und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil zuletzt eine neue Maschine. Im Durchschnitt kostete eine 747 im Jahr 2013 laut Boeing 357 Millionen Dollar.

huGO-BildID: 36558426 FILE - This June 18, 2013 file photo shows a line of Boeing 787 Dreamliners waiting to be delivered on a closed runway at Paine
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Boeing 787 Dreamliner

Der Nachfolger der 767 galt lange als Problemfall. Doch nach vielen technischen Makeln wurde es zuletzt ruhiger um den Wunderflieger der US-Amerikaner. 2013 lieferte Boeing 65 Maschinen aus – fast 20 mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittspreis für den Dreamliner lag zwischen 212 Millionen Dollar (787-8) und 289 Millionen Dollar (787-10).

CHINA-AIR-BOEING
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Boeing 777

Das Großraumflugzeug für die Langstrecke ist gefragt: 98 Stück der „Triple Seven“ wurden 2013 ausgeliefert. Die Maschine punktet mit ihrer großen Reichweite. Ab 2020 soll noch der geringere Kerosinverbrauch hinzukommen. Dann geht voraussichtlich die 777X das erste Mal an den Start, die mit leichteren Materialien wie kohlenstoffverstärktem Kunststoff gebaut wird. Aktuell ist die größte Version, die 777-300ER, für durchschnittlich 320 Millionen Dollar zu haben.

The Boeing 737 aircraft of Brazilian airline Gol, which will travel with the Brazilian national soccer team during the 2014 World Cup, is presented to the media at Confins International Airport, in Belo Horizonte
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Boeing 737

Der Verkaufsschlager fliegt und fliegt und fliegt: 2013 lieferte Boeing von der 737 noch einmal mehr Maschinen aus. Insgesamt waren es 440 Stück des Mittelstreckenjets. Besonders die spritsparende 737-Max findet reißenden Absatz. Auch in Südamerika: Zur WM hat die brasilianische Airline Gol ein Flugzeug mit einer Sonderlackierung versehen. Die 737 steht in direkter Konkurrenz zum Airbus A320. Der Durchschnittspreis betrug zuletzt 96 Millionen Dollar für die 737-900ER und 110 Millionen Dollar für die 737-Max 9.

  • dpa
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