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Börsenbilanz Teamviewer, GFG, Home24: Deutsche Börsendebütanten haben Anleger enttäuscht

Der europäische Markt fällt weit hinter die USA und China zurück. Für das kommende Jahr gibt es aber großes Potenzial, aber nur unter einer Voraussetzung.
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Der Softwarekonzern notiert aktuell elf Prozent unter dem Eröffnungskurs. Quelle: dpa
Börsengang von Teamviewer

Der Softwarekonzern notiert aktuell elf Prozent unter dem Eröffnungskurs.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Erfolg des Silicon Valley wäre ohne Börsengänge undenkbar gewesen. Alle großen Namen wie Facebook, Alphabet, Microsoft oder Amazon wurden mit Venture-Capital aufgepäppelt, bevor sie dann den Sprung an die Märkte wagten.

Im Gegensatz zu Deutschland setzen die Vereinigten Staaten bei der Altersvorsorge auf den Kapitalmarkt, die Pensionskassen stecken sehr viel höhere Anteile ihrer Mittel in Aktien und Wagniskapital als deutsche Versorgungswerke und Versicherungen. 

Und mit der Technologiebörse Nasdaq und den chinesischen Börsenplätzen haben die US-Wagnisfinanzierer und die Geldgeber aus dem Reich der Mitte gut funktionierende „Exit“-Kanäle für ihre reifen Beteiligungen. Deutschland hat sich dagegen nie richtig vom Niedergang des Neuen Markts nach dem Platzen der Dotcom-Blase erholt.

Als weiteres Problem entpuppte sich in den vergangenen Monaten die überaus schlechte Performance der Newcomer an der Deutschen Börse. Der Softwarekonzern Teamviewer notiert gegenüber dem ersten Kurs beim milliardenschweren Initial Public Offering (IPO) um elf Prozent im Minus, auch die Internetunternehmen Global Fashion Group, Westwing sowie der Telefondienstleister Nfon enttäuschten die Anleger auf ganzer Linie.

Ein komplettes Desaster erlebten die Aktionäre von home24. Das virtuelle Einrichtungshaus aus dem Einflussbereich von Rocket Internet ist binnen eines Jahres um fast 90 Prozent abgestürzt.

Die enttäuschende Zwischenbilanz ist für Anleger ein Grund mehr, in die Vereinigten Staaten zu schauen. Dort und in China wurden im dritten Quartal dieses Jahres teils kräftige Kursgewinne erzielt. In Asien betrug das Kursplus der Börsenneulinge am ersten Handelstag sogar 51 Prozent, auf den amerikanischen Märkten wurde immerhin ein Zuwachs von 16 Prozent registriert. In Europa lag das Plus hingegen lediglich bei drei Prozent.

Hoffnungen ruhen auf 2020

Die Börsengänge in den Vereinigten Staaten entwickelten sich auch nach der Emission positiv – im Schnitt brachten sie 2019 ein Plus gegenüber dem Emissionspreis von fast 14 Prozent. Nach Teamviewer rechnen die Experten in den Investmentbanken und Beratungsgesellschaften erst im kommenden Jahr wieder mit einer spürbaren und breiten Belebung des deutschen IPO-Markts.

„Die Hoffnungen für mehr Bewegung in Deutschland ruhen auf 2020“, sagt Carsten Stäcker, Leiter Equity Advisory bei PwC Deutschland. Sollten die geopolitischen Belastungen wie etwa der Brexit und die Handelskonflikte im kommenden Jahr keine große Rolle mehr spielen und gleichzeitig die Emissionsbanken moderate Preisspannen festlegen, dann könnte 2020 ein besserer Jahrgang für die Anleger werden. Peter Köhler, Robert Landgraf

Mehr: Für Anleger funktioniert die klassische Aufteilung in Zins- und Dividendenpapiere nicht mehr. Die Lösung ist im Grunde simpel, sagt ein Vermögensverwalter.

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