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Börsendebut Ausgabepreis der Healthineers-Aktie beträgt 28 Euro

Die Aktien der Siemens-Tochter Healthineers werden zu je 28 Euro zugeteilt. Das obere Ende der Preisspanne war unerreichbar – wegen Börsenturbulenzen.
Update: 15.03.2018 - 20:09 Uhr Kommentieren
Siemens-Tochter: Ausgabepreis der Healthineers-Aktie beträgt 28 Euro Quelle: Bloomberg
Siemens Healthineers

In der Produktionshalle.

(Foto: Bloomberg)

FrankfurtBeim Börsengang der Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers werden die 150 Millionen Aktien zu je 28 Euro zugeteilt. Die Preisspanne reichte von 26 bis 31 Euro und war damit unerwartet niedrig angesetzt worden. Das hing auch mit dem unsicheren Börsenumfeld nach der Ankündigung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump und dem unklaren Wahlergebnis in Italien zusammen. Kurzzeitig hatten diese beiden Faktoren für Kursturbulenzen an den Märkten gesorgt.

„28 Euro erscheinen uns als faire Bewertung. Deshalb haben wir an der Emission teilgenommen. Wir sehen das als langfristiges Investment und sind nicht auf kurzfristige Gewinne aus“, sagt Portfoliomanager Sébastien Buch von der Fondsgesellschaft Union Investment.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte auf einen Börsenwert von bis zu 35 Milliarden Euro für die Erlanger Tochter gehofft, Anleger sehen sie offenbar nur bei 28 Milliarden Euro. Siemens kann damit mit einem Emissionserlös von 4,2 Milliarden Euro kalkulieren. Mit Healthineers erlebt Frankfurt den größten Börsengang in jüngerer Zeit seit der Abspaltung Innogys von RWE vor eineinhalb Jahren.

Siemens gibt 15 Prozent an seiner Tochter ab. Der Erlös ist dabei aber zweitrangig: Primär geht es Siemens darum, dass Healthineers das Wachstum künftig selbst finanzieren und so eine aktive Rolle in der weltweiten Konsolidierung der Branche spielen kann. Dazu sollen die eigenen Aktien als Akquisitionswährung zum Kauf von Unternehmen eingesetzt werden. Außerdem kann der Münchener Konzern jetzt auf steigende Kurse und damit auf eine Wachstumsstory bei der Bewertung setzen.

Die zehn größten IPOs in Deutschland 2017

INFLARX N.V. AANDELEN OP NAAM EO 0,12

WKN
ISIN
NL0012661870
Börse
FSE

0,00 0,00%
+45,00€
Chart von INFLARX N.V. AANDELEN OP NAAM EO 0,12
Platz 10: InflaRx NV
1 von 10

Das Ranking listet die zehn größten Börsengänge deutscher Unternehmen im vergangenen Jahr 2017 und deren Entwicklung in den ersten drei Monaten seit Notierung an. Geordnet sind die Daten nach dem Wert der Platzierung, sprich dem damaligen Wert der Aktien, die in Streubesitz gegeben wurde. Den Reigen eröffnet demnach der kleinste unter den Börsenneulingen, der sich auch am besten schlug. Der Gesamtwert des IPO belief sich auf 106 Millionen Dollar. In den drei Monaten nach dem Börsengang konnte sich das Biotech-Unternehmen aus Thüringen um 81 Prozent verteuern. (Quelle: Bloomberg, Dealogic, eigene Berechnungen)

VOLTABOX AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A2E4LE9
Börse
Xetra

+0,28 +1,79%
0,00€
Chart von VOLTABOX AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 9: Voltabox
2 von 10

Die Voltabox ist ein Systemanbieter für Elektromobilität in industriellen Anwendungen. Die erste Börsenzeit war schwierig, die Aktien verloren vom Oktober 2017 bis Januar 2018 knapp ein Viertel ihres Wertes. Mit Emissionseinnahmen von 180 Millionen Dollar gehört der Batterienbauer zu den kleineren Neulingen.

VAPIANO SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0WMNK9
Börse
Xetra

-0,04 -0,69%
0,00€
Chart von VAPIANO SE INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 8: Vapiano SE
3 von 10

Bei dem achten Platz piept es – zumindest wenn das Essen fertig ist: Die Vapiano SE ist eine Franchise-Restaurantkette mit italienischer Küche und ist mittlerweile in über 30 Ländern vertreten. Ihr Gesamtwert beläuft sich auf fast 190 Millionen Dollar.

JOST WERKE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000JST4000
Börse
Xetra

+0,65 +1,87%
0,00€
Chart von JOST WERKE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 7: JOST-Werke AG
4 von 10

Die JOST Werke AG ist ein international führender Hersteller und Zulieferer für die LKW-Industrie mit einem Gesamtwert von etwas über 265 Millionen Dollar. Seit dem Börsengang im vergangenen Juli ist die Aktie des Unternehmens zwar stark angestiegen – aber auch wieder stark gefallen. Das macht den siebten Platz für das Unternehmen.

AUMANN AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A2DAM03
Börse
Xetra

+0,25 +0,73%
+34,60€
Chart von AUMANN AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 6: Aumann AG
5 von 10

Vor knapp einem Jahr ist die Aumann AG an die Börse gegangen. Die Aktie des Maschinenbauers hat sich seitdem immer auf einem ähnlichen Level gefangen. Damit ergibt sich der Wert des Unternehmens auf etwas über 270 Millionen Dollar.

VARTA AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0TGJ55
Börse
Xetra

-0,25 -0,63%
0,00€
Chart von VARTA AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 5: Varta AG
6 von 10

Die Varta AG ist im Oktober 2017 an die Börse gegangen und ist mittlerweile knapp 275 Millionen Dollar wert. Das Unternehmen ist primär als Produzent für Batterien tätig. Vielleicht sollte Varta auch seine Leistung aufladen, denn die Aktie erlebt ein ständiges auf und ab. Damit landet das Unternehmen auf dem fünften Platz.

HELLOFRESH SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A161408
Börse
Xetra

+0,16 +1,83%
0,00€
Chart von HELLOFRESH SE INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 4: HelloFresh SE
7 von 10

Ein frisches Gericht kochen ohne den lästigen Einkauf zu erledigen, oder gar Gedanken an ein Rezept zu verschwenden, ermöglichen die HelloFresh Kochboxen. Das Unternehmen ist ein Lieferservice für frische Lebensmittel. Seit November 2017 ist es an der Börse notiert und knapp 322 Millionen Dollar wert. Das macht den vierten Platz im Ranking.

Bereits am Dienstag war die Emission zweifach überzeichnet gewesen, hieß es in Finanzkreisen. Dies gilt als Mindestvolumen für eine erfolgreiche Emission. Nur dann haben die Banker freie Hand, um eine ausgewogene Mischung von Anlegern zu finden, denen die Aktien zugeteilt werden.

Die Bücher für den Börsengang wurden am Donnerstag um 14 Uhr geschlossen. Am Freitag wird Healthineers sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Von einer Aktiennotiz an der Wall Street hat Siemens Abstand genommen. Das hätte vor allem Kosten produziert – bei überschaubaren Vorteilen für in den USA sitzende Investoren.

Für Diskussionen sorgte bei potenziellen Investoren wie Fonds und Pensionskassen vor allem die Labortechnik-Sparte. Dort setzt Siemens Healthineers – die klare Nummer zwei hinter Roche – auf seine neue Plattform „Atellica“. Sie soll die Trendwende bringen, nachdem sich Siemens in den vergangenen Jahren auf dem umkämpften Markt schwer getan hatte.

Während etwa die Analysten von Redburn und Morgan Stanley hier Wachstumschancen entdecken, zeigten sich Anleger teilweise skeptischer. „Die Sparte lief in den vergangenen Jahren nicht rund“, sagte ein Fondsmanager einer ausländischen Investmentgesellschaft. Bei Magnetresonanztomographen, Röntgen- und Ultraschall-Geräten ist Healthineers dagegen die unangefochtene Nummer eins auf dem Weltmarkt.

Eine Woche nach Healthineers wird ein weiteres Schwergewicht an die Börse gehen. Bei der DWS, der Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank, läuft die Zeichnungsfrist seit Mittwoch. Die Bücher waren schon am ersten Tag gefüllt. Auch die DWS hat Abstriche beim Börsenwert machen müssen. Am oberen Ende der Preisspanne wird sie mit 7,2 Milliarden Euro bewertet. Die Deutsche Bank will sich von bis zu 25 Prozent ihrer profitabelsten Sparte trennen und damit 1,2 bis 1,8 Milliarden Euro einnehmen.

Ein Drittel davon hat sie schon sicher. Neben dem japanischen Lebensversicherer Nippon Life als Ankeraktionär mit einem Anteil von fünf Prozent zeigt auch die französische Investmentfirma Tikehau großes Interesse an der Aktie der DWS. Zusammen könnten die beiden Firmen rund acht bis neun Prozent erwerben.

Siemens Healthineers zählt zu den fünf größten deutschen Börsengängen. Die mit Abstand größte Emission ist die erste Privatisierungstranche der Deutschen Telekom im November 1996 gewesen, die mit gut zehn Milliarden Euro mehr als doppelt so groß war. Für 2018 rechnet Martin Steinbach, Partner beim Berater EY, mit 13 bis 18 Börsengängen. Dazu zählen etwa auch die milliardenschweren Emissionen des weltweit führende Herstellers von Zug- und Fahrzeugbremsen, Knorr Bremse, und der Wissenschaftsverlag Springer Nature, hinter dem der Verleger Stefan von Holtzbrinck und der Finanzinvestor BC Partners stehen.

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