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Börsengang des Ölkonzerns Saudi Aramco gibt Aktien auch an Kleinanleger

Der saudi-arabische Ölkonzern hat seinen Börsenprospekt veröffentlicht und wichtige Termine genannt. Auch eine Reihe von Risiken werden aufgelistet.
Update: 10.11.2019 - 13:14 Uhr Kommentieren

Saudi-Aramco-Börsengang: „Um dieses Unternehmen werden viele Investoren nicht herumkommen“

Dubai Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco will auch Kleinanleger an seinem Börsengang teilhaben lassen. Ein Anteil von 0,5 Prozent an dem Konzern soll an Kleinanleger gehen, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Börsenprospekt hervorgeht.

Für die Regierung gelte nach dem Börsengang eine Haltefrist von einem Jahr, bevor sie weitere Aktien verkaufen kann. Wie viele Aktien aber insgesamt abgegeben werden sollen, ließ der 600 Seiten lange Prospekt offen.

Dafür werden die Risiken aufgeführt, darunter Terroranschläge auf die Anlagen des Konzerns oder das Recht der Regierung in Riad, die Ölförderung zu kappen. Am 14. September wurden bei einem Drohnenangriff Ölanlagen des Unternehmens schwer beschädigt.

Insidern zufolge könnten ein bis zwei Prozent des Unternehmens an den Markt gebracht werden. Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija hatte zuletzt unter Berufung auf Insider berichtet, dass an der saudi-arabischen Wertpapierbörse Tadawul bis zum Jahresende zunächst ein Prozent der Aktien notiert werden sollen und 2020 ein weiteres Prozent. Im Jahr 2020 oder 2021 solle ein internationales Angebot folgen.

Die Schätzungen über den Umfang des Börsengangs gehen weit auseinander. Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher Saudi-Arabiens, hatte auf eine Gesamtbewertung des Unternehmens von mehr als zwei Billionen Dollar gehofft. Aramco wäre doppelt so viel wert wie Microsoft, das derzeit am höchsten bewertete Unternehmen, und siebenmal so viel wie der größte börsennotierte Ölkonzern Exxon Mobil.

Zeichnungsfrist für Privatanleger beginnt am 17. November

Analysten gehen dagegen von höchstens 1,5 Billionen Dollar aus. Ein Anteil von einem Prozent wäre somit 15 Milliarden Dollar wert.

Den Startschuss für den Gang aufs Parkett gab Saudi-Arabien vor einer Woche. Das Staatsunternehmen erhielt von der nationalen Aufsichtsbehörde grünes Licht für eine Notierung am heimischen Aktienmarkt.

Mit der Präsentation bei potenziellen Investoren – der sogenannten Roadshow – wollen die Banken am 17. November beginnen. Privatanleger können die Aktien voraussichtlich vom 17. bis 28. November zeichnen, institutionelle Anleger haben bis 4. Dezember Zeit für ihre Order. Der Aktienpreis soll am 4. Dezember festgelegt werden.

Die Pläne für einen Börsengang hatte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman bereits 2016 öffentlich gemacht, jedoch wurden sie immer wieder verschoben. Er will sein Land unabhängiger machen von den Öleinnahmen und die Erlöse aus der Aktienemission in andere Industriezweige investieren.

Mehr: Den Ölriesen Saudi Aramco drängt es an die Börse. Doch Anleger sollten vorsichtig sein: Ein Investment wäre für sie mit großen Risiken verbunden.

  • rtr
  • dpa
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