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Börsengang gescheitert Investoren lassen Pfleiderer abblitzen

Der Holzverarbeiter Pfleiderer war 2012 in die Pleite gerutscht. Nun will das Unternehmen einen Neustart wagen und in Polen an die Börse gehen. Doch die Pläne sind fürs Erste gescheitert.
Die Aktienplatzierung wurde nach dem Ende der Zeichnungsfrist „aufgrund widriger Marktverhältnisse“ abgesagt. Quelle: dpa
Versuch gescheitert

Die Aktienplatzierung wurde nach dem Ende der Zeichnungsfrist „aufgrund widriger Marktverhältnisse“ abgesagt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Rückkehr des bayerischen Holzverarbeiters Pfleiderer an die Börse ist fürs erste gescheitert. Die Aktienplatzierung, mit der das Unternehmen mit seiner in Warschau börsennotierten Tochter Pfleiderer Grajewo zusammengeführt werden sollte, wurde nach dem Ende der Zeichnungsfrist am Donnerstagabend „aufgrund widriger Marktverhältnisse“ abgesagt, wie Pfleiderer am Freitag mitteilte. Vor allem polnische Investoren seien nicht bereit gewesen, die angebotenen Aktien des Holz-, Faserplatten- und Laminat-Herstellers innerhalb der Preisspanne zu zeichnen, hieß es in Finanzkreisen. Diese hatte mit 27 bis 31 Zloty über dem Kurs der Grajewo-Aktie gelegen.

Pfleiderer Grajewo wollte mit der erhofften Kapitalspritze von 900 Millionen Zloty (210 Millionen Euro) die deutsche Muttergesellschaft übernehmen. Pfleiderer wäre damit wieder als Einheit an der Börse gelistet gewesen – allerdings in Warschau. Die deutsche Pfleiderer AG war 2012 in die Pleite gerutscht und von ihren Gläubigern übernommen worden. Diese wollten sich ihren Einsatz mit der Verschmelzung zurückholen und ihre Beteiligung an der fusionierten Pfleiderer auf unter 50 Prozent abschmelzen lassen. Bisher hält die deutsche Pfleiderer GmbH 65,1 Prozent an der polnischen Tochter. Die Platzierung soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die wirtschaftliche Integration der beiden Unternehmen soll trotz der Absage weitergehen. Michael Wolf führt Pfleiderer und Pfleiderer Grajewo bereits seit Monaten in Personalunion. Beide Firmen zusammen kommen mit über 3000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von rund 960 Millionen Euro.

  • rtr
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