Börsengang: Ionos-Aktien fallen bei Börsendebüt zurück
Auf einem Großbildschirm im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt erscheint der erste Ionos-Kurs.
Foto: ReutersFrankfurt. Die Aktien des Internetdienstleisters Ionos sind zum Börsendebüt in Frankfurt gefallen. In einem freundlichen Marktumfeld notieren die Anteilsscheine am späten Nachmittag bei 17,80 Euro. Das ist gleichzeitig der tiefste Stand des Tages. Schon der erste Kurs lag mit 18,40 Euro knapp unter dem Ausgabepreis von 18,50 Euro.
Ionos ist der erste Börsengang in Deutschland seit Langem. 2022 gab es keine nennenswerten Neuemissionen – mit Ausnahme von Porsche. Allerdings gilt der IPO des Sportwagenbauers als Sonderfall, da für dessen Eigentümer der Emissionspreis kaum eine Rolle spielte.
Der Mehrheitseigner des Ionos-Mutterkonzerns United Internet, Ralph Dommermuth, benötigt Geld, weil der Mobilfunknetzaufbau seines Telekomunternehmens 1&1 teurer wird als geplant. Perspektivisch könnte United Internet weitere Anteile platzieren, der Konzern will die Mehrheit an Ionos aber auf jeden Fall behalten. Dommermuth hält das Geschäft für besonders aussichtsreich.
Minderheitseigentümer Warburg Pincus war 2016 für 450 Millionen Euro bei der Webhosting-Sparte von 1&1 eingestiegen, die später in Ionos aufging. Maßgeblich beteiligt war seinerzeit Ex-Telekom-Chef René Obermann, der bis heute für Warburg arbeitet.