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Börsengang Slack wählt ungewöhnlichen Weg an die Börse

Das Start-up hat Unterlagen für seinen geplanten Börsengang eingereicht. Slack will dabei den ungewöhnlichen Weg eines „Direct Listing“ gehen.
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Das Start-Up weist für das vergangene Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 401 Millionen Dollar einen Verlust von 138 Millionen Dollar aus. Quelle: AFP
Slack

Das Start-Up weist für das vergangene Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 401 Millionen Dollar einen Verlust von 138 Millionen Dollar aus.

(Foto: AFP)

New York, DüsseldorfSlack wählt einen ungewöhnlichen Weg an die Börse: Der US-Messengerdienst plant ein „Direct Listing“, wie aus den am Freitag bei der US-Aufsichtsbehörde eingereichten Unterlagen hervorgeht. Entsprechende Gerüchte kursierten bereits seit Anfang April an der Wall Street.

Dadurch geht Slack – anders als bei einem klassischen IPO – nicht schon Monate vor dem Börsengang auf Roadshow, um große Investoren von seiner Aktie zu überzeugen. Stattdessen können lediglich diejenigen ihre Papiere an der Börse platzieren, die bereits Aktien des Unternehmens besitzen.

Der Preis für die Aktie kommt also nur durch Angebot und Nachfrage am Tag des Börsengangs zustande, ohne dass eine Investmentbank die Erwartungen managt und den Kurs stützt. Dadurch kann er in den ersten Handelstagen sehr volatil sein.

Das Unternehmen spart sich dadurch eine Menge Gebühren, etwa für Investmentbanken. Auch AirBnB, die Plattform zur Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften, soll eine Direktnotierung für den Börsengang im kommenden Jahr planen. Der schwedische Musikstreamingdienst Spotify hatte bei seinem Börsengang ebenfalls diesen Weg gewählt. Die Kursschwankungen hielten sich damals in Grenzen. Das könnte Slack ermutigt haben, dem Beispiel zu folgen.

Die nun eingereichten Unterlagen geben potenziellen Anlegern auch einen Einblick in die Geschäftszahlen von Slack: Für das abgelaufene Geschäftsjahr, das am 31. Januar endete, weist der Konzern einen Verlust von 139 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 401 Millionen Dollar aus. Im Vorjahreszeitraum hatte der Nettoverlust bei 140 Millionen Dollar gelegen, der Umsatz bei 221 Millionen US-Dollar. Das ist für potentielle Investoren sehr interessant, bislang waren nur gelegentlich wiederkehrende jährliche Einnahmen und einige andere Kennzahlen veröffentlicht worden.

Des Weiteren geben die Unterlagen einen ersten Anhaltspunkt über den möglichen Börsenwert von Slack. In den vergangenen beiden Monaten wurden bei privaten Transaktionen Anteile des Unternehmens zu einem zu Preisen von 25 bis 26 Dollar verkauft. Das würde einer Unternehmensbewertung von etwa 16 Milliarden Dollar entsprechen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Bei der vergangenen Finanzierungsrunde abseits der Börse im August 2018 soll Slack noch mit gut sieben Milliarden Dollar bewertet worden sein.

Mit Material von Bloomberg.

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  • Die Bildunterschrift ist glaube ich etwas zu viel des Guten. :)

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