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Börsengang Uber legt für Börsengang den Ausgabepreis seiner Aktien fest

Bei seinem Börsengang werden die Aktien des Fahrdienstvermittlers für 45 Dollar ausgegeben. Damit erlöst Uber 8,1 Milliarden Dollar und kommt auf eine Bewertung von mehr als 82 Milliarden Dollar.
Update: 10.05.2019 - 09:19 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Jahr machte Uber 1,8 Milliarden Dollar Verlust, bei einem Umsatz von gut elf Milliarden Dollar. Quelle: AP
Uber

Im vergangenen Jahr machte Uber 1,8 Milliarden Dollar Verlust, bei einem Umsatz von gut elf Milliarden Dollar.

(Foto: AP)

New York Beim größten Börsengang seit Jahren hat der US-Fahrdienstvermittler Uber seine Aktien nicht so erfolgreich wie erhofft bei Investoren losschlagen können. Das Unternehmen setzte den Ausgabepreis am Donnerstagabend auf 45 Dollar je Aktie fest und bewegt sich damit am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Uber erlöst rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro).

Mit Spannung wird nun erwartet, wie die Aktien sich am Freitag beim ersten Handelstag an der New York Stock Exchange schlagen. Mit dem Ausgabepreis kommt das Unternehmen auf eine Bewertung von mehr als 82 Milliarden Dollar (73,4 Milliarden Euro), fast so viel wie General Motors und Ford zusammen.

Doch der weltgrößte Fahrdienstanbieter ist hochdefizitär. Im vergangenen Jahr machte Uber 1,8 Milliarden Dollar Verlust, bei einem Umsatz von gut elf Milliarden Dollar. Von Januar bis März lag der Fehlbetrag bei rund einer Milliarde Dollar, der Umsatz bei gut drei Milliarden.

Damit wird der Taxi-Rivale als das Unternehmen in die Geschichte eingehen, das mit den höchsten Verlusten aller Zeiten an die Börse geht – ein Titel, den bislang der kleinere Konkurrent Lyft trug, der Ende März in den Handel startete. Dessen Aktie hat seitdem rund 25 Prozent verloren.

Uber ist längst nicht das einzige Unternehmen aus Kaliforniens Technologiezentrum, das mit tiefroten Zahlen an die Börse strebt. WeWork, der Co-Working-Spezialist, machte 2018 sogar stolze 1,9 Milliarden Dollar Verlust – bei einem Umsatz von nur 1,8 Milliarden Dollar.

Der Messenger-Dienst Slack, der in den kommenden Wochen ebenfalls auf das Börsenparkett will, verlor im Jahr 2018 140 Millionen Dollar. Gemeinsam mit den Fehlbeträgen von Lyft und Pinterest, einer Plattform für Fotos und Shopping, die im April an die Börse ging, lagen die Verluste der Start-ups bei knapp fünf Milliarden Dollar – allein im vergangenen Jahr.

Uber, Wework und Co liegen im Trend: 84 Prozent aller Unternehmen, die derzeit an die Börse gehen, schreiben Verluste, geht aus einer Analyse von Jay Ritter, Professor an der University of Florida in Gainesville hervor. Der Anteil ist so hoch wie zuletzt auf dem Höhepunkt des Dotcom-Booms im Jahr 2000.

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„Wir glauben fest daran, dass unser Geschäft langfristig wirtschaftlich ist“, versichert Ubers Finanzchef Nelson Chai in einem Video, mit dem der Fahrdienst um die Gunst der Investoren wirbt. Sicher, auch Facebook hatte nach dem Börsengang 2012 eine schwierige Phase an der Wall Street. Der Social-Media-Konzern gehörte später jedoch mit Apple, Google und Netflix zu den unangefochtenen Börsenstars.

Kritiker bleiben dennoch skeptisch. Die Einhörner aus dem Valley „haben noch keine Wirtschaftskrise erlebt“, gibt Daniel Morgan, Portfoliomanager von Synovus Trust, zu bedenken. „Seit zehn Jahren wächst die Wirtschaft, und sie haben es nicht geschafft, in guten Zeiten schwarze Zahlen vorzulegen. Wie soll das werden, wenn in einem Abschwung die Umsätze einbrechen und die Kosten aber weiterhin hoch sind?“

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