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Börsengang WeWork will Stimmrechte von Gründer Neumann begrenzen – auch Rolle der Ehefrau steht im Fokus

Der Büro-Vermieter WeWork will an die Börse. Doch potenzielle Investoren haben Bedenken, weil das Unternehmen ungewöhnliche Machtverhältnisse hat.
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Das US-Unternehmen mit Sitz in London und New York war mit 47 Milliarden Dollar das bislang höchstbewertete Start-Up der Welt. Quelle: AFP
Das Gebäude des Büro-Vermieters in New York City

Das US-Unternehmen mit Sitz in London und New York war mit 47 Milliarden Dollar das bislang höchstbewertete Start-Up der Welt.

(Foto: AFP)

New York Im Zuge des Börsengangs des Büro-Vermieters sollen einem Insider zufolge die Stimmrechte des Firmengründers Adam Neumann beschnitten werden. Eine entsprechende Ankündigung des Unternehmens könne bereits am Freitag erfolgen, sagte die mit den Plänen vertraute Person zur Nachrichtenagentur Reuters.

Bei potenziellen Investoren gebe es Bedenken, weil Neumann das 20-fache der Stimmrechte der Stammaktionäre hat. Auch die Rolle von Neumanns Frau Rebekah werde überdacht. Sie hat bislang das Recht, einen neuen Vorstandschef vorzuschlagen, sollte ihr Mann innerhalb von zehn Jahren nach dem Börsengang sterben oder nicht mehr in der Lage sein, seine Aufgabe als Chef wahrzunehmen. Die WeWork-Muttergesellschaft We Company lehnte einen Kommentar ab.

WeWork mietet langfristig Büroflächen an und vermietet sie kurzfristig weiter, da viele Selbstständige, Start-ups und Unternehmen selbst keine langfristigen Mietverträge eingehen wollen. Das Geschäftsmodell beruht daher auf einer sogenannten Fristentransformation und ist vergleichbar mit dem Geschäftsmodell von Banken, die sich Unterschiede zwischen kurz- und langfristigen Zinsen zunutze machen.

Der amerikanische Büro-Vermieter mit Sitz in London und New York war mit 47 Milliarden Dollar das bislang höchst bewertete Start-Up der Welt. Doch im Zuge der Vorbereitungen des geplanten Börsenganges wurden aufgrund der sehr geringen Nachfrage nach WeWork-Aktien mahnende Stimmen immer lauter.

Der Großaktionär Softbank, hatte starke Zweifel an einem Börsengang zum jetzigen Zeitpunkt geäußert. Grund für die Skepsis: Das Start-Up verdient immer noch kein Geld. Am Ende des Geschäftsjahrs 2018 hatte ein Verlust von 1,6 Milliarden Dollar gestanden.

Mehr: Die Wall Street ist mitschuldig an der überzogenen Bewertung des Start-ups, meint Handelsblatt-Redakteurin Astrid Dörner. Die Investmentbanken hätten WeWork früher die Grenzen aufzeigen müssen.

  • rtr
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