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Brasilianisches Unternehmen ist auf dem gesamten amerikanischen Kontinent stark positioniert Anleger setzen auf Stahlkonzern Gerdau

Auf den ersten Blick wirkt der brasilianische Stahlkonzern Gerdau wie eine kleine Kopie des neuen Stars der Branche, dem indischen Mittal-Konzern.

HB SAO PAULO. Beide haben sie in den neunziger Jahren, als sich niemand für Stahl mehr interessierte, billig Stahlschmelzen eingekauft und saniert. Mittal machte das im großen Stil weltweit, Gerdau vor allem in Nordamerika. Inzwischen ist der brasilianische Familienkonzern der größte Hersteller von Langstählen auf dem amerikanischen Kontinent, also Stahlprodukte, die vor allem beim Bau und in der Landwirtschaft benötigt werden.

Seine Produktionskapazitäten von 17 Mill. Tonnen sind zwar weit von Mittals Dimensionen entfernt –aber immerhin produziert Gerdau so viel Stahl wie Thyssen-Krupp. Seine Standorte sind heute über die beiden Amerikas verteilt. Das reduziert das Wechselkursrisiko des brasilianischen Konzerns: Zwei Drittel der Einnahmen sind in Dollar.

Im ersten Quartal dieses Jahres glich das gute Wachstum in den USA den stagnierenden brasilianischen Markt aus, so dass Gerdau seinen Gewinn fast verdoppeln konnte (plus 91 Prozent). Nach einem Umsatz von 6,7 Mrd. Dollar (Nettogewinn: 1,1 Mrd. Dollar) im vergangenen Jahr erwartet Santander Investment, dass Gerdau in diesem Jahr einen Umsatz von 9,2 Mrd. Dollar sowie einen Gewinn von 1,3 Mrd. Dollar erzielen wird.

Doch ob der Gigant Mittal so gut wie Gerdau auf den Abwärtszyklus beim Stahlpreis vorbereitet ist, wird sich zeigen. Zwar ist noch nicht klar, wann der kommt, doch die Konzerne müssen sich mittelfristig auf schlechtere Preise einstellen. Die großen Produzenten legen bereits vorausschauend Kapazitäten still, weil die Stahlpreise bereits nachgegeben haben.

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