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Brasiliens größter Bierproduzent muss seinen Marktanteil verteidigen, doch Management und Produktivität überzeugen Analysten setzen auf Braukonzern Ambev

Im diesjährigen Karneval findet in Brasilien eine Schlacht statt, wie sie das Land schon lange nicht mehr gesehen hat: Die Bierkonzerne nutzen den Karneval am Ende des brasilianischen Sommers noch mal zu einem Endspurt, um sich gegenseitig mit massiven Werbekampagnen Marktanteile abzutrotzen.

SAO PAULO. Gelingt es einem Brauer sein Logo bei den wichtigsten Karnevalsgruppen zu lancieren, dann hängt der Konkurrenz die Avenidas mit seiner Werbung voll. Im Fernsehen jagt ein aufwendig produzierter Werbespot den nächsten. Bekannte Musik- und Filmstars werden teuer geworben, dass sie sich das T-Shirt einer Biermarke überstreifen. Wer für wen Werbung macht, ist Thema der Gesellschaftsseiten. Dabei ist diese Millionenschlacht eigentlich ein Kampf zwischen David und Goliath: Der brasilianische Bierriese Ambev, der nach eigenen Angaben fünftgrößte Bierkonzern weltweit und die Nummer Sieben unter den internationalen Getränkekonzernen mit einem Umsatz von 7,3 Mrd. Euro tritt an gegen Schincariol, ein Familienkonzern aus dem Süden des Landes, mit einem Umsatz von rund 300 Mill. $ (2002).

Doch dem Familienkonzern ist im letzten Quartal 2003 ein Überraschungscoup gelungen: Mit einer gewaltigen Werbekampagne steigerte der Konzern seinen Marktanteil in drei Monaten von 10 % auf 15%. Der Marktführer Ambev verlor 7% und hielt zwischenzeitlich nur noch 63% Anteil. Das ist schmerzlich: Bei jedem Prozentpunkt des Marktes geht es um rund 35 Mill. $ Umsatz im Jahr, so Ambev. Entsprechend säuerlich reagierte Ambev und bezichtigte den Konkurrenten der Steuerhinterziehung.

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