Britischer TV-Sender Übernahmephantasien bei ITV beflügeln Aktie

Das Fusionieren nimmt in der Medienbranche kein Ende: Gerüchten zufolge ist der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global an einer Übernahme des britischen Senders ITV interessiert. Die Aktie reagiert und klettert.
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Eine Monitorwand des Senders Kabel Eins, der zu Liberty Global gehört: Das amerikanischen Unternehmen will ITV übernehmen. Quelle: Reuters

Eine Monitorwand des Senders Kabel Eins, der zu Liberty Global gehört: Das amerikanischen Unternehmen will ITV übernehmen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtSpekulationen auf eine Übernahme durch Liberty Global haben am Montag den Aktien des britischen TV-Senders ITV einen neuen Schub gegeben. Die Titel kletterten an der Londoner Börse um bis zu 2,6 Prozent auf 216,7 Pence und notierten damit so hoch wie seit Januar 2001 nicht mehr. Die Zeitung „The Telegraph“ hatte berichtet, Liberty Global positioniere sich für eine Komplettübernahme.

Gespräche mit anderen Aktionären - vor allem aus den USA - liefen bereits. Liberty wolle allerdings keinen allzu großen Aufschlag auf den aktuellen Kurs zahlen.

Deutsche haben keine Ahnung
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Geldanlagen werden nicht hinterfragt

Obwohl die Zinsen aktuell auf extrem niedrigen Niveau herumkrebsen, hinterfragt die Mehrzahl der deutschen Anleger ihre bestehenden Geldanlagen nicht (69 Prozent). Lediglich 31 Prozent nehmen das Niedrigzinsumfeld zum Anlass, ihre Anlageformen zu überprüfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Union Investment. Analysten der Bank haben das Anlageverhalten der Deutschen im zweiten Quartal des laufenden Jahres untersucht.

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Desinteresse und mangelnde Kenntnisse

Die allgemeine Zurückhaltung beruht zum einen auf Desinteresse und zum anderen auf mangelnden Kenntnissen. Nur 19 Prozent der Befragten setzen sich aus eigenem Antrieb mit Finanzangelegenheiten auseinander. Rund 53 Prozent setzen sich überhaupt nicht mit Finanzfragen auseinander. Nur jeder Fünfte glaubt sich mit Geldanlagen gut auszukennen. Satte 39 Prozent halten ihre Finanzkenntnisse für unzureichend.

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Junge Erwachsene schätzen Kenntnisse am schlechtesten ein

Besonders schlecht um den Wissensstand in Sachen Geldanlagen steht es bei den jungen Erwachsenen. In der Altersgruppe der 20- bis 29-jährigen glauben lediglich 14 Prozent über gute Finanzkenntnisse zu verfügen. 59 Prozent halten ihr Wissen für nicht ausreichend. In der höheren Altersgruppe der 40- bis 49-jährigen sieht die Lage nicht viel besser aus. Hier sind nur 16 Prozent davon überzeugt gute Kenntnisse in Finanzfragen zu besitzen. Bei den Menschen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren sind es immerhin 24 Prozent, die glauben, ausreichendes Wissen über Geldanlagen zu haben.

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Je höher das Einkommen, desto mehr Finanzwissen ist laut eigener Einschätzung vorhanden

Befragte mit einem monatlichen Einkommen unter 1300 Euro schätzen ihr Finanzwissen besonders schlecht ein. Hier glauben nur drei Prozent über ausreichende Kenntnisse zu verfügen. In der Einkommensklasse über 2300 bis 3100 Euro steigt dieser Wert auf 14 Prozent, bei Menschen mit einem Einkommen über 4100 Euro liegt die Schätzung bei 34 Prozent, „Das Ergebnis der Studie zeigt, wie groß der Nachholbedarf bei diesem wichtigen Thema ist. Selbst unter den lebenserfahrenen älteren Menschen und denjenigen mit höheren Einkommen fühlt sich nur eine Minderheit in Finanzangelegenheiten sattelfest“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

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Nur wenige Selbstentscheider

Die fehlenden Finanzkenntnisse sorgen für einen hohen Bedarf an Finanzberatung. 40 Prozent der Deutschen sind laut eigener Aussage bei ihren Anlageentscheidungen auf konkrete Empfehlungen ihres Bankberaters angewiesen. Besonders großen Wert auf die Beratung legen die 20- bis 29-jährigen (47 Prozent). Selbstentscheider hingegen gibt es nur wenige. Nur 33 Prozent der Haushalte investieren genügend Zeit, um eine möglichst treffende Anlageentscheidung zu treffen.

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Bauchgefühl

In erster Linie wollen sich die Deutschen mit ihren Finanzentscheidung wohlfühlen. 71 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein gutes Bauchgefühl dabei wichtig ist. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Bankberatern im Kundengespräch eine bedeutende Aufgabe zukommt. Sie müssen ihren Kunden die Vorteile einer breit gestreuten Geldanlage aufzeigen und Brücken zu chancenreicheren Investments bauen. Nur wer sein Vermögen ausgewogen strukturiert und einschätzbare Risiken eingeht, kann bei langfristig niedrigen Zinsen auskömmliche Erträge erzielen“, erläutert Gay.

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Starke Sicherheitsorientierung

Im Vordergrund jeder Entscheidung steht die Sicherheitsorientierung. 63 Prozent der Befragten steht der Aspekt der Sicherheit an erster Stelle. Rund 25 Prozent legen Wert auf größtmögliche Flexibilität der Geldanlage. Nur jeder Zehnte hat hohe Gewinnziele im Blick.

Der vom US-Tycoon John Malone kontrollierte Kabelriese hatte im Juli 6,4 Prozent der ITV-Anteile vom Bezahlfernsehsender BSkyB übernommen. Schon damals hatte dies die Übernahmephantasie geschürt und die Titel zeitweise um über zehn Prozent in die Höhe schnellen lassen.

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